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Saw VII (3D) – Vollendung (2010)

Filmbeschreibung:

In Saw 3D – Vollendung – geht es zum letzten Mal um die schon lange vor seinem Tod, bis ins kleinste Detail geplanten Fallen des Jigsaw Killers John Kramer. Saw 7 setzt direkt nach dem ersten Teil der Kult Reihe ein und zeigt, wie es dem wohl bekanntesten Überlebenden der Jigsaw Spiele, – nämlich Doctor Gordon – ergeht, nachdem er sich in dem schaurigen Keller den Fuß absägen musste, um sich von seinen Fesseln zu befreien. Auch die allererste Falle des Jigsaw Killers, welche komplett in der Öffentlichkeit stattfand, wird im letzten Teil der Reihe gezeigt und sorgt für entsetzen unter der Menschenmasse, die sich rasend schnell um den Schauplatz versammelt hat. Nachdem all das gezeigt wurde, geht der Film wieder in die Gegenwart über, in der sich Jigsaw Helfer – Detective Hoffmann – gerade aus seiner Falle befreien konnte, indem er sich den Kiefer ausriss und nun Rache an Kramer’s Frau ausüben will, die ihm das alles im Auftrag ihres Mannes angetan hat. Was Hoffman jedoch nicht bedacht hat ist, dass er nicht der einzige aktive Gehilfe des Puzzle Mörders ist. Zum Trailer

Filmkritik:

Zu aller erst eine kleine Information an alle, die keine guten Nerven haben und an alle, die bereits die anderen Saw Teile kaum verkraften konnten. Alle, auf die das eben genannte zutrifft sollten sich das Finale der Reihe lieber nicht ansehen, da der Film wirklich mit Abstand der brutalste der Saw-Reihe ist und besonders die 3D Effekte verstärken das Grauen immens. Normalerweise bin ich wirklich kein Fan von FSK 18 Freigaben, aber bei SAW VII ist diese auf jeden Fall gerechtfertigt und fast sogar ein bisschen dünn für den ganzen Stoff, den man aufgetischt bekommt.

Aber nun zur Kritik: Lange habe ich mich gefragt, welche Rolle der lange vermisste Doctor Gordon in diesem Teil übernimmt und ich muss wirklich sagen ich war begeistert, denn mit einer solchen Wende in der Story des Films konnte wirklich niemand rechnen. Den ganzen Film über war ich gespannt, wie die Regisseure diese einzigartige Filmreihe abschließen würden und welches genial geplante Ende die Reihe für ihre Fans zu bieten haben würde. Dazu kann ich nur sagen, wer alle anderen SAW-Filme kennt, der wird den Film mit einer unbeschreiblichen Spannung und Freude verfolgen, die bei dem ein oder anderen, am Ende des Films etwas in den Keller sinken dürfte. Das Ende des Films ist eben Geschmacksache. Im Kino ging zwar ein Raunen durch das Publikum; beschäftigt man sich jedoch etwas länger mit dem Abschluss der Reihe, so wird man erkennen, dass es sich um eine eigentlich wirklich gute Umsetzung handelt und dass es gar keine schlechte Idee ist, die Reihe so abzuschließen, wie es die Produzenten getan haben. Ebenfalls sehr positiv muss man anmerken, dass gegen Ende des Films fast alle Fragen, die im Laufe der Jahre aufgeworfen wurden, geklärt werden (wenn auch etwas hektisch, wie man es bereits von den Enden anderer Saw-Teile gewöhnt ist). Das Ende des Films sollte man sich besser zwei bis drei mal ansehen, da man beim ersten Mal vermutlich nicht direkt erkennt, das Kramer selbst, anscheinend nur zu einem kleinen Teil in die Jigsaw-Spiele eingebunden war, und das eine andere, aber ebenfalls sicher bekannte Person, für die Ausführung der grausamen Fallen zuständig war. Positiv anzumerken auch noch, dass besonders die Fans der Jigsaw-Spiele an sich, beim letzten Teil nicht zu kurz kommen, da man wirklich eine brutale Falle nach der anderen auf den Teller serviert bekommt, die man erst einmal verarbeiten muss, um sich wieder auf die Story konzentrieren zu können.

Filme-Blog Wertung: 8/10

Saw VII kann endlich wieder mal eine etwas höhere Wertung erzielen, da es eben das furiose Finale der Reihe ist und da vor allem die 3D Effekte wirklich gut gelungen sind und sehr oft für Entsetzen sorgen, denn wer hat schon gerne Gedärme nur wenige Zentimeter vor seinem Gesicht hängen. Besonders gut gefallen hat mir auch die Idee, noch einmal alle Überlebenden in einem Raum zu sehen, wozu auch Doctor Gordon gehört, der eigentlich schon in Saw V zurück auf die Leinwand kehren sollte. Abzüge gibt es lediglich für einige Fehler oder ich nenne es einmal: schlecht durchdachte Handlungen der Darsteller, da man sich bei manchen Fallen fragt: Warum betätigt er das Tonband, wenn er eigentlich erahnen kann, was er tun muss? Einige Fallen im 7. Teil werden nämlich nur ausgelöst indem der jeweilige Darsteller, diese Aktion ausführt. Umgehen können hätte man dieses Problem sicher, indem man einfach sagt, das Tonband wird durch einen Mechanismus betätigt (z.B. das Schließen einer Tür etc.). Zuletzt kann man noch sagen, dass die Effekte im Film wirklich gut sind und nicht so billig wie in den Vorgängern umgesetzt wurden(Beispiel auch hier: In Saw I ließ sich deutlich erkennen, dass Doctor Gordon sich den Fuß gar nicht abgesägt hat. Der Fuß wurde einfach in den folgenden Kameraeinstellungen nicht mehr gezeigt. Und eine Frage die sich mir bis heute noch stellt ist: Wieso blutet er am Kopf, wenn er sich den Fuß absägt). All diese Probleme wurden im 7. Teil sehr gut gelöst.

Filmfazit:

Alles in allem ist Saw VII ein wirklich gelungener Abschluss der wohl bekanntesten Psycho-Horror-Reihe, bei dem man jedoch das Ende sicher noch etwas hätte verlängern können, um die Spannung noch mehr zu erhöhen und um dem letzten Teil der Reihe noch einige Abschlussminuten mehr zu verleihen.

Zum Abschluss bleibt nur noch zu sagen: Respekt an Kevin Greutert dafür, dass er aus dem Finale wirklich noch einmal alles heraus geholt hat, was möglich war. Respekt an Charlie Clouser, der über 7 Jahre mit seiner genial komponierten Filmmusik für SAW begeistern konnte. Respekt an die Hauptperson aller SAW-Teile, Tobin Bell, der die ganze Reihe wirklich einzigartig macht, aufgrund seines düsteren Charakters und nicht zuletzt auch, wegen seiner wahrscheinlich bis in alle Zeiten unvergessenen Stimme. Ein großes Dankeschön an alle, die sonst noch an dieser tollen Filmreihe mitgewirkt haben und sie zu dem gemacht haben, was sie heute ist.

Wir werden Saw sicher vermissen. Spätestens nächstes Jahr an Halloween, wird etwas nicht mehr so sein, wie es war.

Filmtrailer:

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