Wrong Turn 4: Bloody Beginnings (2012)

Three Finger und seine Geschwister richten ein Blutbad in der Irrenanstalt an, bei der niemand überlebte und alle zu Hackfleisch verarbeitet wurden. Die drei entstellten Kannibalen richten sich häuslich in der Villa ein und machen nun Jagd auf vorbeifahrende Skifahrer oder andere Schaulustige. Dieses Mal scheint es große Beute zu geben, denn eine Gruppe von Jugendlichen hat sich im Schneesturm verirrt und ist nun gezwungen in der verlassenen Irrenanstalt zu übernachten, doch das stört die Jugendlichen wenig, denn schließlich ist so ein großes und einsames Gebäude wohl die beste Partylocation, die es überhaupt gibt. Doch schnell müssen die Jugendlichen erfahren, dass sie nicht alleine sind und eine Flucht nahezu unmöglich ist, weshalb sie den Kannibalen den Kampf ansagen. Zum Trailer

Kritik:

Wrong Turn 4 – der vierte Teil meiner Lieblings-Backwoodslasher Filmreihe. Eines ganz schnell vorweg, da es wirklich sehr wichtig ist und ich befürchte, dass ihr es sonst überlesen werdet: Schaut euch nicht die Uncut-Version an! Wieso? Ihr denkt jetzt, „okay, auf die paar Splatterszenen mehr kann ich verzichten, ist doch im Prinzip eh alles gleich“, so ist es eben nicht. Wrong Turn 4 wurde dieses Mal mehr verstümmelt, als die Opfer im Film selbst. Nahezu jede Szene mit Blut wurde gekürzt und sogar wichtige Elemente der Story fehlen gänzlich, wobei dies nicht auffällt, wenn man nicht weiß, wie es wirklich geschehen ist, aber dazu später unten mehr. Wrong Turn 4 steigt, wie gewohnt, nicht mit billigen Bildern ins Geschehen ein, weshalb ich auch sehr erfreut war, einen weiteren scheinbar kultigen Streifen zu Gesicht zu bekommen (Ja die Wrong Turn Reihe hat bei mir mittlerweile Kultstatus erreicht). Aber zurück zum eigentlichen Thema, denn dieses Mal ist der Kultstatus um einiges gesunken, am liebsten möchte ich sogar einen vierten Teil der Wrong Turn Reihe leugnen, allein schon, weil man in der Story keinen Schritt weiter gekommen ist und so ziemlich jegliche Gehirnzellen den Charakteren geraubt wurden. Die Story ist, wie gewohnt, eine 08/15 Story, die es scheinbar am Set in Schubladen zum zusammenstecken gibt. Eine Teeniegruppe verirrt sich, landet in einem einsamen Haus, eher gesagt in einer alten verlassenen Irrenanstalt und feiert dort ordentlich. Doch nein, dieses Haus scheint sehr gruselig zu sein und eine schreckliche Vergangenheit zu haben. Komischerweise fällt dann plötzlich einem Teenie wieder die ganze düstere Vergangenheit zu dieser Irrenanstalt ein und diese scheinbar wahr zu sein scheint, doch es kommt noch hirnverbrannter (im wahrsten Sinne des Wortes, die Splatterszenen sind mal wieder sehenswert), plötzlich verschwindet ein Teenie und hätten wir es nicht schon geahnt, er taucht wieder auf und alles war ein blöder Scherz. Danach scheint es nur noch in Fliesbandgeschwindigkeit voranzugehen, einer nach dem anderen wird abgemurkst und wirklich Story und Hintergrundwissen wird nicht vermittelt, was nach meinem Geschmack bei einem vierten Teil wirklich schwerpunktmäßig ganz oben sein sollte. Dann sind da noch ein paar logische Details, die sich mir bis heute nicht erschließen, wie zum Beispiel: Wieso stellt man einen Stuhl mit Rollen vor die Tür und hofft, damit Eindringlinge zu hindern? Lauter solcher hirnrissigen Szenen, wo man sich einfach nur fragt, wie dumm kann es eigentlich noch werden? Aber ich muss zugeben, die Splatterszenen sind deutlich kranker und die musikalische Unterstützung noch abgedrehter, als man es von Wrong Turn gewohnt ist. Natürlich ist der berühmte Sex-Sells-Faktor wieder miteinbezogen worden und man bekommt auch hier wieder einiges in der Uncut zu sehen. Im Gesamteindruck lohnen sich wirklich nur die Splatterszenen, denn Wrong Turn 4 bietet nichts weiter, als einem coolen Three Finger und ein paar dummen Jugendlichen, denen man scheinbar schon vor Antritt des Abenteuers das Gehirn raus genommen hat. Schade eigentlich, dass man diese Kultreihe so versauen musste, ich hoffe dennoch auf einen fünften Teil, der alles wieder gut macht und ordentlich Aufklärung bietet, da dieses Prequel es nicht geschafft hat.

Wertung: 3/10

Mir tut es in der Seele weh, aber ich kann Wrong Turn 4 keine bessere Wertung als drei Sterne geben. Schlechte Auflösung des gesamten Geschehens und kein würdiger Nachfolger von Wrong Turn 3. Man hofft erneut auf einen Teil, der nun alles aufklärt und man möchte nicht länger hingehalten werde, doch dies scheint gerade die typische Masche zu sein, um Geld in die Kassen zu spülen. Wrong Turn 4 bietet nichts weiter, als einen weiteren Wrong Turn Teil, nur mit schlechterer Story, schlechteren Charakteren und weniger Handlung. Sehenswert ist der Film hingegen nur, wenn man es auf die Splatterszenen abgesehen hat, hier sollte man aber darauf achten, dass man die Uncut-Fassung erwischt, da in der Cut-Version alle Splatterszenen nur angedeutet werden und man niemals den gesamten Akt zu Gesicht bekommt.

Ende:

Es gibt verschiedene Enden von Wrong Turn 4. Diese Enden unterteilen sich in Happy-End und nun mal in kein Happy End.

Die Geschichte:

Man mag sie glauben müssen, aber was in Wrong Turn 4 aufgetischt wird, ist nicht nur total oberflächlich behandelt, sondern passt nicht wirklich zu den bisherigen Teilen, die wesentlich mehr Licht ins Dunkle brachten, wie dieses möchtegern aufklärerische Prequel. So jung wie die drei Mutanten in Wrong Turn 4 dargestellt werden, wirken sie eben doch nicht und es ist noch nicht einmal möglich, eine genaue Kritik zu äußern, da es zu wenige Informationen gibt, doch diesen einen Aspekt muss ich los werden. In den ersten Teilen von Wrong Turn wird etwas von der Fabrik erzählt, die Schuld an der Hässlichkeit der Mutanten sei und jetzt ist es plötzlich Inzucht und von radioaktivem Müll ist plötzlich nicht mehr die Rede.

Fazit:

Eine Enttäuschung, aber die Neugierde ist zu groß und man bekommt wenigstens kleine Informationen bezüglich der Mutanten. Die Splattereffekte hingegen übertreffen in ihrer Kreativität die letzten Teile.

Trailer:

Fakten:

  • Originaltitel: Wrong Turn 4
  • Erscheinungsdatum: 17.10.2012 (USA) & 19.01.2012 (D)
  • Laufzeit:  Uncut: 93 Min. & Cut: 90 Min.
  • Genre: Action, Horror, Thriller
  • FSK: 18
  • Produktionsland: USA
  • Regie: Declan O’Brien
  • Cast: Sean Skene, Blane Cypurda, Dan Skene, Tristan Carlucci, Scott Johnson, Bryan Verot, Jennifer Pudavick, Tenika Davis, Kaitlyn Wong, Terra Vnesa, Victor Zinck Jr., Dean Armstrong, Ali Tataryn, Samantha Kendrick, Arne MacPherson, Kristen Harris, Dave Harms
  • Musik: Claude Foisy
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Eine Antwort auf Wrong Turn 4: Bloody Beginnings (2012)

  1. Simon Ulm sagt:

    Absoluter Müll, was in Deutschland aus diesem Film geworden ist. Der 4. Teil (oder wohl eher der eigentlich 1.) der Wrong Turn Reihe war zwar meiner Meinung nach mit Abstand der Schlechteste, aber vielleicht auch nur ein Grundgerüst, für den sich momentan im Dreh befindlichen 5. Teil der Backwood-Slasher Reihe. Bin mal gespannt was da noch auf uns zukommt und ob man den 5. auch wieder komplett zerschneidet, sofern er in Deutschland überhaupt irgendwann einmal zu sehen sein wird. Auf jeden Fall gibt es hier nach dieser Pleite einiges an Nachholbedarf!

    lg. Simon

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