The Loved Ones – Pretty in Blood (2010)

Brent Mitchell ist am Tiefpunkt seines Lebens angelangt, da sein Vater tödlich bei einem Autounfall verstarb, er jedoch dieses Unglück überlebte. Brent versucht seinen Schmerz mit Mariuhana zu unterdrücken. Ein Lichtblick in seinem Leben ist seine Freundin Holly, die Brent wirklich hilft, wieder auf die Beine zu kommen. Die Harmonie zwischen den Beiden tut Brent sehr gut und deshalb ist es klar, dass Brent mit Holly zum Abschlussball gehen wird, dennoch fragt Lola – ein schüchternes Mädchen – ihn, ob er sie begleitet. Lola kann sein „Nein“ nicht akzeptieren und auch Brent wird dies schnell klar. Zum Trailer

Kritik:

The Loved Ones ist absolut richtig in seinem Genre, obwohl man das heute nicht oft zu Gesicht bekommt. Doch nicht nur das, The Loved Ones ist auch noch ein wirklich gelungener Horror- bzw. Splatterstreifen, der mit seinen einprägsamen und wohl geformten Charakteren glänzen kann. Nicht nur die Darsteller sind in ihren Rollen außerordentlich gut, sondern auch die Musik. Diese hat in The Loved Ones eine unglaublich starke Wirkung auf den Zuschauer und sitzt an den meisten Stellen wie angegossen. Obwohl die Story in The Loved Ones relativ einfach gestrickt ist, fällt dies nicht sonderlich auf, da die Spannung oftmals oben gehalten wird und der Zuschauer gar keine Zeit hat, über die vergangenen Szenen nachzudenken. Doch im Nachhinein bin ich sehr stutzig geworden, da es in The Loved Ones zwei Storys gibt. Dabei hat die Hauptstory nichts mit der Nebenstory zu tun und der Sinn besteht denke ich lediglich darin, ein wenig mehr Filmmaterial zu haben, da der Film auch nur eine durchschnittliche Länge von 84 Minuten aufweisen kann. Die Kameraführung ist wirklich exzellent und verstärkt – wie die Musik – die Wirkung mancher Szenen immens. Im Grunde genommen ist The Loved Ones ein solider Slasher- bzw. Horror-Film, der zwar im Grunde nichts Neues ist, aber dafür wirklich packend sein kann – sofern man sich auf ihn einlässt – und den Zuschauer an manchen Stellen wirklich ins Schwitzen bringt. Vor allem die Szenen, in denen Brent auf dem Stuhl sitzt und Lola ihm näher kommt, steigt die Spannung, da sie eine unheimliche und unberechenbare Ausstrahlung besitzt und man ehrlich gesagt nicht weiß, was als nächstes passieren wird. Nichts desto trotz gibt es auch wirklich schlechte Seiten in The Loved Ones, die ich persönlich als sehr störend empfinde. Als Brent und seine Freundin Holly ein Schäferstündchen im Auto verbringen, sieht man Lola am Fenster stehen. Zuerst denkt man daran, wie gestört Lola eigentlich sein muss, aber dann dachte ich mir, wie ist das Mädchen so schnell hinter den Zwei her gekommen und das ohne Auto? Eine weitere Szene spielt sich erst später ab, als Brent bereits gefesselt ist und zwar trägt Brent immer eine Rasierklinge mit sich um den Hals, doch dann wird er von Lola neu eingekleidet und diese Rasierklinge findet sich in der Tasche vom Anzug wieder. Ich bezweifle, dass Lola ihm die Rasierklinge in die Tasche steckte. Dann gibt es noch so ein paar Punkte, worüber man streiten kann, im Endeffekt aber der Zufall entscheidet. Um nicht zu viel zu verraten, erwähne ich hier nur die Szene mit dem Polizeiwagen. In diesem Genre sieht man es einfach zu häufig: Filme werden kopiert und das nicht nur zweimal. The Loved Ones ist da ganz anders. Mit dem Film verbindet man auf jeden Fall Kreativität und Originalität, was den Zuschauer wirklich fesselt. Mir persönlich geht The Loved One nicht mehr aus dem Kopf, da ich ständig dieses Bild von Lola vor Augen habe, wie sie dieses Lied singt.

Wertung: 7/10

Pluspunkte sammelt The Loved Ones vor allem durch seine überzeugenden Darsteller und Charaktere, wodurch manche Szenen ganz schön nervenkitzelnd sind. Die Story hingegen ist weniger anspruchsvoll und auf die Vergangenheit der einzelnen Personen, bis auf Brent, wird nicht eingegangen, somit bleiben viele offene Fragen zurück. Des weiteren sehe ich da keinen Bezug zwischen Haupt- und Nebengeschichte; die Beiden wirken wie zwei voneinander getrennte und unabhängige Storys. Dennoch gebe ich The Loved Ones sieben von zehn gekochte Sterne, da der Film ganz schön an die Nerven gehen kann und es hier nicht an Spannung mangelt.

Info:

Der Song den Lola singt ist: Kasey Chamber- Not pretty Enough

Das Lied finde ich persönlich schön, aber wenn man The Loved Ones gesehen hat, läuft einem schon ein kalter Schauer über den Rücken.

Fazit:

Eine klare Empfehlung. Mit einfachen Mitteln erzeugt The Loved Ones eine unheimliche und erschreckende Atmosphäre, die durch die exzellente Musik unterstützt wird – Nichts für schwache Gemüter.

Trailer:

Fakten:

  • Originaltitel: The Loved Ones
  • Erscheinungsdatum: 31.10.2009 (USA) & 19.08.2010 (D) 04.11.2010 (Au)
  • Laufzeit: 84 Min.
  • Genre: Slasher, Psychothriller
  • FSK: 18
  • Produktionsland: Australia
  • Regie: Sean Byrne
  • Cast: Xavier Samuel, Robin McLeavy, John Brumpton, Richard Wilson, Victoria Thaine, Jessica McNamee, Andrew S. Gilbert, Suzi Dougherty, Victoria Eagger, Anne Scott-Pendlebury, Fred Whitlock, Leo Taylor, Brandon Burns, Stephen Walden, Igor Savin, Eden Porter, Tom Mahoney, Gulliver McGrath, Stevie-Lou Answerth, Liam Duxbury, Jedda
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2 Antworten auf The Loved Ones – Pretty in Blood (2010)

  1. …ist echt extrem!!! habe ihn letzten sommer auf dem fantasy filmfest gesehen und kann nur sagen, dass er nichts für schwache nerven ist. wahrscheinlich ist THE LOVED ONES aber einer dieser filme, die beim zweiten mal noch lang nicht so gut wirken wie beim ersten mal

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    • Patrick sagt:

      Ja ich muss echt sagen, auch wenn The Loved Ones wirklich nichts Neues zeigt, ist er meiner Meinung nach reinster Nervenkitzel. Allein die Szenen, wo Brent etwas angetan wird, empfand ich als spannend, da ich immer dachte:„Ja, jetzt passiert sowieso ein Unglück für Lola – sie rutscht aus oder so“
      Von mir bekommt The Loved Ones eine klare Empfehlung.
      Wie siehst du die Wertung, ist die in Ordnung?

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