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Corridor (2013)

In Zeiten von Filmbudgets in Millionenhöhe sind es manchmal die ganz kleinen, stillen und leisen Filme, die überraschen. Corridor ist einer dieser kleinen Produktionen. In dem schwedischen Independent-Thriller geht es um Medizinstudent Frank. Derzeit schließt sich Frank gerne in seiner Wohnung ein. Ein wichtiges Examen steht an und der Student muss ordentlich büffeln. Die einzige Person, die ihn ab und an stört, ist seine Nachbarin Lotte. Die beiden kommen sich rasch näher, doch Frank ahnt nicht, dass die Nähe zu bestimmten Personen mit Gefahr verbunden ist. Lottes Freund ist nämlich extrem eifersüchtig und neigt zur Gewalt. Als Frank eines Nachts im Korridor vor seiner Wohnung von einem Unbekannten angegriffen wird und mysteriöse Drohanrufe bekommt, ahnt er, dass es sich dabei nur um Lottes Freund handeln kann. Kaum hat er dies realisiert, hört er schon wieder etwas…und diesmal kommen die Geräusche aus seiner Wohnung.

Kinostart: 31. Januar 2013

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Zero Dark Thirty (2013)

Regisseurin Kathryn Bigelow ist so etwas wie das Actionfilm-Academy-Awards-Wunderkind. Seit ihrem oscarprämierten Tödliches Kommando – The Hurt Locker – warteten Actionkriegsfilmfans, Republikaner und Cineasten auf ihr neuestes Werk, welches jetzt in Form von Zero Dark Thirty vorliegt. Bigelows Filme sind immer auch Statements zu historischen und/oder politischen Begebenheiten. Zero Dark Thirty ist das noch um einiges mehr als K-19 – Showdown in der Tiefe. Minutiös erzählt Bigelow von der Suche des CIA auf den „Terrorpaten“ Osama bin Laden. Die (fiktive) CIA-Analystin Maya findet schließlich, was in der (realen) Operation Neptune’s Spear gipfelt: der Ermordung bin Ladens in seinem pakistanischen Zufluchtsort Abbottabad Anfang Mai 2011. Warum sollte man sich dazu einen Film ansehen, haben doch die meisten von uns die Bilder von damals noch gut im Gedächtnis. Den ersten Kritiken zufolge ist es Bigelow mit Zero Dark Thirty jedoch zum wiederholten Mal gelungen, einem eigentlich plakativen Thema neue Facetten zu entlocken. Besser als der misslungene Fernsehfilm Code Name: Geronimo, der sich des gleichen Ereignisses annimmt, ist er aber allemal.

Kinostart: 31. Januar 2013    

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The Last Stand (2013)

Arnold Schwarzenegger (Total Recall – Die totale Erinnerung) hat wohl bei den Dreharbeiten zu The Expendables und dessen Nachfolger wieder ordentlich Blut geleckt. Der ehemalige Gouvernator is back in business und lässt wieder mal die Actionfetzen fliegen. Im martialisch betitelten The Last Stand verkörpert er selbstironisch den gealterten Sheriff Owens, der nach einem nach einem missglückten Einsatz seinen Posten beim LAPD aufgegeben hat und sich in die Kleinstadt Sommerton Junction versetzen ließ. Dort hat er nicht viel zu tun. Wenn mal einer der Kids ein Kaugummi klaut oder nen Joint raucht, genügt ein böser Blick von Owens und alles ist wieder gut. Zumindest bis zu jenem Tag, als der Sheriff die Nachricht bekommt, dass ein entflohener mexikanischer Drogenkönig mit seinem Konvoi auf dem Weg in Richtung Freiheit, sprich amerikanisch-mexikanische-Grenze, ist. Das Problem für Owen (oder die Gangster – je nach Perspektive): sie müssen durch Sommerton Junction, des Sheriffs Städtchen… Dem Red-Band-Trailer nach zu urteilen wird The Last Stand richtig fett. Jeder, der am 31. Januar direkt ins Kino rennen möchte, sollte allerdings folgendes wissen: In Deutschland wird The Last Stand nur in einer um 22 Sekunden geschnittenen FSK-16-Fassung laufen! Eine ungeschnittene Veröffentlichung fürs Heimkino ist angesichts des Labels (Splendid) aber mehr als nur denkbar.

Kinostart: 31. Januar 2013

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Lincoln (2013)

Steven Spielberg hat viele Klassiker hervorgebracht. Man denke nur an Schindlers Liste, Der Soldat James Ryan oder Jurassic Park. In den letzten Jahren hat die Qualität seiner Werke dann aber doch abgenommen – Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels oder Gefährten. In Lincoln, seinem neuesten Film, widmet er sich wieder einmal eines historischen Stoffs, den letzten vier Monaten im Leben des einflussreichsten Präsidenten der Vereinigten Staaten: Abraham Lincoln. 1864 tritt der Republikaner in seine zweite Amtsperiode – es sollte sein schwierigste und wichtigste werden. Der Krieg zwischen Nord- und Südstaaten und die Sklaverei waren Themen, die seine Amtszeit und seine Nachrede prägen sollten und ihn in den Augen vieler Parteigenossen untragbar machten. Das Resultat: Das Attentat auf den Präsidenten durch John Wilkes Booth. Mit Daniel Day-Lewis (Gangs of New York, There Will Be Blood) in der Hauptrolle hat Spielberg Lincoln prominent besetzt.

Kinostart: 24. Januar 2013

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Gangster Squad (2013)

Der eigentlich auf Komödien abonnierte Regisseur Ruben Fleischer (Zombieland, 30 Minuten oder weniger) wagt sich mit Gangster Squad erstmalig an einen klassischen Banden- und Gangsterfilm im etablierten Amerika-der-40er-Jahre-Szenario. Mafia-Pate Mickey Cohen beherrscht den Untergrund Los Angeles. Illegales Glücksspiel, Prostitution, Drogen… alle Fäden laufen bei ihm zusammen. Die Behörden sind machtlos, beziehungsweise wollen nichts machen, stehen sie doch auf Cohens Gehaltsliste und werden von ihm geschmiert. Nur eine kleine Gruppe von Außenseitern, angeführt von dem Cop John O’Mara und seinem Kollegen Jerry Wooters, versuchen sie dem Obergangster das Handwerk zu legen. Angetrieben werden sie von einem persönlichen Rachewunsch: Gangsterboss Cohen spannte Wooters einst die Freundin aus. Regisseur Fleischer versammelt für Gangster Squad die A-Riege des alten und neuen Hollywood: Neben Sean Penn (21 Gramm) spielen Emma Stone (Der Womanizer, Einfach zu haben), Josh Brolin (No Country For Old Men, Men in Black 3 – Back in Time) und Ryan Gosling (Drive, Wie ein einziger Tag) mit.

Kinostart: 24. Januar 2013

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Flight (2013)

Die Geschichte von Flight könnte fast aus den Nachrichten stammen: Ein Linien-Flugzeug gerät in ein schweres Unwetter. Nur eine tollkühne Notlandung des Piloten Whip Whitaker rettet über hundert Fluggäste vor einer Katastrophe. Ein Grund zur Freude möchte man meinen, doch der Untersuchungsausschuss der Airline fördert ein schmutziges Detail zu Tage. Whitaker stand bei der Landung unter Drogen- und Alkoholeinfluss… Robert Zemeckis hat in den 1990er Jahren eines der besten Dramen überhaupt gedreht: Forest Gump. Mit Flight möchte er an dessen tragische Dimensionen anknüpfen. Mit einem starken Denzel Washington (The Book of Eli, Inside Man) in der Hauptrolle könnte es ihm vielleicht sogar gelingen.

Kinostart: 24. Januar 2013

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Django Unchained (2013)

Quentin Tarantino hat es mal wieder getan und ein längst tot geglaubtes Genre wieder reanimiert. Inglourious Basterds war 2011 eine Wiederbelebung des romantisch und idealistisch verklärten Kriegsfilms angereichert mit filmgeschichtlichen Zitaten. Mit Django Unchained widmet sich Tarantino nun dem Italo-Western und einem der wohl bekanntesten Vertreter dieses Genres: Django. Kopfgeldjäger King Schultz nimmt den Sklaven Django unter seine Fittiche. Er soll ihm helfen die Verbrecherbande der Brittles ausfindig zu machen und zu eliminieren. Doch Django treibt ein ganz eigener Wunsch nach Rache an. Er bittet Schultz ihm bei seiner Suche nach seiner verschleppten Ehefrau Broomhilda zu helfen. Diese arbeitet als Leibeigene auf der Plantage des Südstaatlers Calvin Candie. Django Unchained wird wohl wieder einmal ein Tarantino in Reinkultur; ein mit Stars gespickter Blockbuster. Allerdings bleibt abzuwarten, wie lange die Masche, alte Filme mit popkulturellen Zitaten zu spicken und als Innovationshit zu verkaufen, noch zieht.

Hier geht’s zur Filmkritik.

Kinostart: 17. Januar 2013

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House at the End of the Street (2013)

Jennifer Lawrence (X-Men: Erste Entscheidung, Die Tribute von Panem – The Hunger Games, Silver Linings – Wenn du mir, dann ich dir) ist zurzeit schwer angesagt in Hollywood. Kein Wunder, waren die Filme, in denen die 22-jährige bis dato mitspielen durfte, doch allesamt sehr erfolgreich. Die Gute scheut sich auch nicht davor, mal in ungewöhnliche Rollen zu schlüpfen und spielt beileibe nicht nur das 08/15-Blondchen. Umso erstaunlicher, dass ihre Karriere erst im vergangenen Jahr so richtig losging. Aus einer Zeit (Anfang 2012), in der es noch nicht so richtig lief, stammt der Horrorthriller House at the End of the Street, der jetzt seinen Deutschlandstart feiert. Die Story ist routiniert und altbekannt. Junges Girlie (Lawrence) zieht in neue Wohngegend, verliebt sich in den mysteriösen Nachbarsjungen, der nach dem schrecklichen Mord seiner Eltern alleine wohnt und kommt dessen düsterem Geheimnis auf die Spur. Insofern überrascht auch der Trailer zu House at the End of the Street nicht. Jump Scares, ein bisschen Torture Porn, dreckige Atmosphäre, aber alles in allem ganz harmlose Durchschnittskost. Gott sei Dank sucht sich Lawrence ihre Rollen mittlerweile sorgfältiger aus.

Kinostart: 17. Januar 2013

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Bela Kiss – Prologue (2013)

Keine Angst, ihr Twilight-Geschädigten! Bei Bela Kiss – Prologue - handelt es sich nicht um einen ersten Spin Off zu der Reihe um den glitzernden Vegetarier-Vampir Edward und seine Geliebte, die Emo-Schlampe Bella, sondern um einen deutschen Slasher. Bela Kiss ist auch nicht verwandt oder verschwägert mit Bella, sondern ist ein eiskalter Serienmörder, der sich unter dem Deckmantel der beiden Weltkriege quer durch die Gesellschaft mordet. Nach dem Zweiten Weltkrieg verliert sich seine Spur. Bela Kiss wurde nie für seine Taten zur Rechenschaft gezogen und verschwand. Knapp 100 Jahre nach den ersten Morden sucht eine Gruppe von fünf jugendlichen Bankräubern Schutz in einem abgelegen Waldhotel. Dort durchleben sie die Taten des Serienmörders erneut und eine schreckliche Frage tut sich auf: Ist Bela Kiss noch am Leben?

Kinostart: 10. Januar 2013

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Schlussmacher – Liebe ist nichts für Feiglinge (2013)

Die Idee ist skurril: Paul (Matthias Schweighöfer) ist erfolgreicher Vertreter der Trennungsagentur „Happy End“, die Beziehungsenden als etwas positives verkauft. Seine Arbeit und die Tatsache, dass er als Scheidungskind aufwuchs, machen eine Beziehung mit ihm nicht gerade einfach. Dies muss auch seine derzeitige Partnerin Nathalie immer wieder feststellen. Über Nacht bleiben oder gar zusammen ziehen – Ist nicht. „Ich liebe dich“, sagen – ebenso wenig. Mitten in diese Beziehungskrise zwischen Paul und Nathalie kommt dann auch noch ein prestigeträchtiger „Happy-End“-Fall, den Paul unbedingt lösen möchte. Schlussmacher – Liebe ist nichts für Feiglinge – ist nach What a Man die zweite Regiearbeit von Schweighöfer und den geneigten Zuschauer (eher, die geneigte Zuschauerin) bekommt, was sie erwartet: eine romantische Komödie.

Kinostart: 10. Januar 2013

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