Source Code (2011)

Als Captain Colter Stevens völlig benommen in einem Zug, vor einer schönen, jedoch fremden Frau – die ihn zu kennen scheint – erwacht, ist er zunächst völlig verwirrt. Als er dann auch noch feststellt, dass sein Geist in einem fremden Körper steckt, versucht er sich dieser Situation unterzuordnen, da er sich nur noch dran erinnern kann, dass er auf einer militärischen Mission unterwegs war. 8 Minuten später explodiert der Zug. Colter erwacht in einem dunklen Bunker und muss von einer Soldatin erfahren, dass er ausgewählt worden ist, um genau dieses Zugunglück zu verhindern. Er soll den Bombenleger, sowie die Bombe, finden und hat dafür immer wieder – genau diese bereits einmal durchlebten – 8 Minuten Zeit. Colter ist völlig benommen und fühlt sich ausgenutzt, geht jedoch als treuer Soldat den Befehlen nach. Der Aufenthalt in der künstlich erzeugten Zeitschleife zeigt ihm, dass die anfangs so fremde Christina, ihm unheimlich wichtig wird. Als er dann herausfindet, dass er bei seinem letzten Einsatz gestorben ist und sich in dem neuen Programm Source Code befindet und deswegen schon seit langem nur noch geistig am Leben ist, versteht er das von diesem Auftrag mehr als nur das weitere Leben des Zuginsassen abhängt. Zum Trailer

Kritik:

Source Code ist in der Länge sehr knapp gehalten und daher kommt auch Einiges in der Umsetzung zu kurz. Die Dialoge werden sehr knapp gehalten und da dem Zuschauer inhaltlich nicht alles vor die Nase geknallt wird – sondern nach und nach – ist ein durchgehendes Maß an Konzentration gefordert. Wenn man jedoch über einige Logikfehler in Source Code hinweg sieht und somit auch das physikalische Prinzip des Source Codes, als Basis für die Filmhandlung, akzeptiert und sich damit auf die Erklärung dieser „Parallelwelt“ einlässt, findet man schnell großes Vergnügen an der Originalität, die diese Filmintention bietet. So kann man direkt sagen, dass Source Code inhaltlich ein anspruchsvoller Film ist, der dem Zuschauer von der ersten bis zu letzten Minute Spannung garantiert, die – mal mehr oder mal weniger – zum mitfiebern auffordert. Gestalterisch verwirrend, empfand ich die Tatsache, dass sich die Hauptfigur Colter Stevens – Jake Gyllenhaal – in dem Körper von Sean – Frederick De Grandpre – befindet, man aber niemals wirklich erfährt: Was passiert mit Sean, als Colter Stevens in seinem Körper weiter existiert? Dies ist ein Logikfehler, der physikalisch gesehen nicht aufgeklärt ist und einfach deutlich ins Auge sticht. Daraufhin passend war wiederum die Tatsache, dass die Hauptfigur Colter Stevens für den Film ihre äußerliche Gestalt bewahrt. Viele Effekte sind äußerst eindrucksvoll, so werden die wiederkehrenden Explosionen nie wirklich nervig und auch das Ende wirkt keineswegs vorhersehbar, wenn man sich nur auf die Informationen einlässt, die einem anfangs gegeben werden. Source Code bietet neben den inhaltlichen Aspekten auch sehr sympathische Darsteller, die zwar nicht unbedingt ein Höchstmaß an Charakter offenbaren, allerdings genug preisgeben, um das Interesse des Zuschauers an ihrem Schicksal zu erwecken. Source Code bietet für den Ablauf  der eigentlich immer identischen 8 Minuten viele Variationen, was einen großen Pluspunkt für die Kreativität des Films einbringt.

Wertung: 7/10

Der Film Source Code überzeugt den Zuschauer vor allem mit einer Menge Spannung und vielen schönen Effekten, die eindrucksvoll sind und die Intention des Filmes völlig hinreichend verkörpern. Weiterhin ist Source Code mit einer originellen Handlungsidee versehen und kritisiert – ähnlich wie in Duncan Jones anderem Film Moon – dass der Mensch eigentlich nur als Objekt zur Zweckerfüllung benutzt wird. Minuspunkte kassiert sich Source Code auf jeden Fall durch ein paar Logikfehler und andere physikalische Streitfragen, wie der Benutzung weiterer Hirnaktivitäten nach dem Tod. Was man jedoch eindeutig beachten sollte, ist die Tatsache, dass dieser Film ein Science Fiction Streifen ist. In diesem Genre sollte ein völliger – wissenschaftlich gesehener – Durchblick eigentlich nie der Fall sein.

Fazit:

Der Action-geladene Science Fiction Streifen Source Code ist dank seiner originellen Idee, sowie der gelungenen Umsetzung, sehenswert und brilliert durch sympathische Schauspieler.

Trailer:

Fakten:

  • Originaltitel: Source Code
  • Erscheinungsdatum: 01.04.2011 (USA) & 02.06.2011 (D)
  • Laufzeit: 93 Min.
  • Genre: Science Fiction, Thriller, Mystery, Action
  • FSK: 12
  • Produktionsland: USA, Frankreich
  • Produktionskosten: 32.000.000$
  • Einnahmen: 123.132.056$
  • Regie: Duncan Jones
  • Cast: Jake Gyllenhaal, Jake Gyllenhaal, Vera Farmiga, Jeffrey Wright, Michael Arden, Cas Anvar, Russell Peters, Brent Skagford, Craig Thomas, Gordon Masten, Susan Bain, Paula Jean Hixson, Lincoln Ward, Kyle Gatehouse, Albert Kwan
  • Musik: Chris Bacon
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8 Antworten auf Source Code (2011)

  1. php-elite.de sagt:

    Ich fand den Film echt sehenswert, die Story ist mal was neues.

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    • Simon Ulm sagt:

      Naja also ich habe mir den Film auch am Freitag Nachmittag angesehen und muss sagen, dass ich ihn zwar wirklich gelungen fand in Sachen Story, aber das eben auch besonders die Machart nichts Neues ist, da man ja die verschiedenen Sichtweisen – ein und das selbe Thema betreffend – bereits aus Und täglich grüßt das Murmeltier etc. kennt. Aber an sich wirklich ein Spitzenfilm.

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      • php-elite.de sagt:

        Naja ok, den Film kenne ich nicht.^^

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        • Patrick sagt:

          Dann solltest du das auf jeden Fall noch nachholen einer der besten Filme für den Stoff in der 11. klasse zum Thema Identitätsfindung, was wir vor ein paar Jahren durch genommen haben :)
          Aber auch der Film an sich ist einfach klasse, er ist lustig und ist noch einer vom alten Schlag, der wirklich eine gute Story bietet und wundervolle Charaktere :)

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  2. Florian sagt:

    Die Story des Films asl Originel zu bezeichnen, halt ich für gewagt, da sie fast 1 zu 1 aus Deja Vu übernommen ist, nur das er hier quasi ein “toter” Mann ist.

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    • Simon Ulm sagt:

      Wenn es um die Machart geht, kann ich dir an dieser Stelle zwar zustimmen, denn auch Und täglich grüßt das Murmeltier hat eine solche, die Source Code sehr ähnelt aufzuweisen. Dennoch ist Source Code von Der Handlung an sich meiner Meinung nach deutlich distanziert von den beiden anderen Streifen und weiß auf seine ganz eigene Art zu überzeugen.

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      • Florian sagt:

        Naja, wenn ich mich recht erinnere, dann ist bei Deja Vu auch nur beobachten angesagt, aber dann lässt er sich durch die maschine zurücksenden und wendet das Unheil ab. Selbe GEschichte, Anderes Anschlagsziel und Ort. weswegen mMn auf Originelität keine Punkte gegeben werden dürfen.

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  3. Hiroaki sagt:

    fand den film auch ganz nett
    als ich mir die comments so durchgelesen habe, ist mir dann auch aufgefallen, dass die machart bereits schon in den anderen genannten filmen wie “deja vu” oder “und täglich grüßt das murmeltier” vorhanden ist
    dennoch kann man sich film anschauen, wobei ich den nicht als “must seen” empfehlen würde, und das liegt nicht daran, dass es bereits ähnliche filme gibt, sondern weil er auch filmtechnisch nicht herausstach

    persönliche bewertung: 6/10

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