Project X (2012)

Die absolute Party-Apokalypse tarnt sich unter dem Namen Project X. Die drei Highschool-Schüler planen eine kleine Geburtstagsfeier und bemerken nicht, dass es die wohl größte Hausparty in der Geschichte werden wird. Die Planung erfolgt recht simpel und auch für Alkohol ist schnell gesorgt; sogar an Gras haben die jungen Burschen gedacht, doch dass die Mengen niemals ausreichen werden, daran haben sie nicht gedacht. Auf die Minute genau, stürmen hunderte von Gästen das Haus und wollen richtig feiern, dass dabei die ein oder andere Vase kaputt geht, stört niemanden. Erst als die Lage lebensbedrohlich wird, versucht die örtliche Polizei die Party unter Kontrolle zu bringen, doch wie es dazu kommt, erfahrt ihr in Project X. Eins ist sicher: Es sind eine Menge Drogen und andere schlechte Einflüsse im Spiel. Zum Trailer

Kritik:

Was tut man nicht alles, um einfach mal cool zu sein und bei den ganz harten Jungs mitreden zu dürfen. Drei Nerds aus einer Kleinstadt wollen dies ändern und planen einen Geburtstagsparty, die man nicht so schnell vergessen wird. Klingt irgendwie total nach Klischee, ist es auch. Aber das Wie ist auch hier wieder entscheidend. Ich glaube so, wie Project X hat es bisher noch keinen Film gegeben, der zudem noch wahren Hintergrundgedanken besitzt. Die illegalen Massenpartys häufen sich immer mehr, Schuld daran trägt Facebook. Denn das Social Network schafft eine prima Gelegenheit, um Werbung für die eigenen Partys zu machen, und wenn man einmal falsch geklickt hat, steigt die Besucherzahl ins unermessliche. Regisseur Nima Nourizadeh (schwieriger Name!) schildert die Folgen solcher Partys in seinem neuesten Streifen sehr deutlich. Project X ist anarchistisch und partygeil. Nourizadeh zeigt zwar, wie solche Partys eskalieren können und wie hart die folgenden Strafen sein können, doch man verlässt den Kinosaal mit einem Vorsatz/Traum: Auch so eine Party zu schaffen. Klingt total kindisch und unreif und das ist es auch, eigentlich sollte Nourizadeh uns mit Project X vor solchen Gedanken abschrecken, doch das gelingt ihm kein Stück, vielleicht stand dies auch gar nicht in seinem Sinne. Ganz im Sinne der Unterhaltung kann Project X durchaus überzeugen, die Witze und Gags teilen sich auf in vorhersehbar und in völlig abgedreht & unerwartet. Für Überraschung kann der Streifen ebenfalls sorgen, was zum Teil auch der Ego-Cam-Perspektive zu verdanken ist. Im Großen und Ganzen ist Project X eine Komödie voll mit Klischees, wirkt aber sehr realistisch und kann durchaus mit seinem aktuellen Thema überzeugen. Nach meiner Meinung gibt es ein definitives Must See!, wenn man aktuell am Ball bleiben möchte. Ich schätze, wir dürfen in Zukunft mehr solcher Filme erwarten, da das Thema mit Project X nicht geschlossen ist und der Film bei den Zuschauern – wohl gemerkt bei den jungen Zuschauern – durchaus gut ankam.

Wertung: 8/10

Project X ist unterhaltsam, aktuell, originell und witzig. Was soll eine Komödie also noch bieten? Ich weiß es nicht, vielleicht zu Beginn ein wenig mehr Spannung, aber das ist erst einmal nebensächlich. Project X besteht aus einer simplen Besetzung und einem simplen Ziel. Nämlich: Vom Außenseiter zum Coolen. Drei Freaks wollen also mit einer Megaparty die coolen Kids überzeugen. Dabei eskaliert die ganze Sache ein wenig, natürlich unter Einfluss von Drogen, Alkohol, Vandalismus, lauter Musik, Gewalt und Sex. Alles ist mit von der Party (Wortspiel). Alles zusammen ergibt dann eine anarchistische Party, die regelrecht in Flammen aufgeht. Acht von zehn Sternen, für eine realistische Dokumentation einer scheinbar harmlosen Geburtstagsfeier.

Soundtrack: 

Den Soundtrack zum Film findet ihr hier: Soundtrack zu Project X

Fazit:

Project X schildert die anarchistischen Zustände einer Massenparty und deren Folgen sehr deutlich, ist aber eher Unterhaltung für das junge Publikum und findet bei älteren schon mal Spott und Kritik.

Trailer:

Fakten:

  • Originaltitel: Project X
  • Erscheinungsdatum: 02.03.2012 (USA) & 03.05.2012 (D)
  • Laufzeit: 88 Min.
  • Genre: Komödie
  • FSK: 16
  • Produktionsland: USA
  • Produktionskosten: 12.000.000$
  • Einnahmen: 100.931.865$
  • Regie: Nima Nourizadeh
  • Cast: Thomas Mann, Oliver Cooper, Jonathan Daniel Brown, Dax Flame, Kirby Bliss Blanton, Brady Hender, Nick Nervies, Alexis Knapp, Miles Teller, Peter Mackenzie, Caitlin Dulany, Rob Evors, Rick Shapiro, Martin Klebba, Pete Gardner, Nichole Bloom, Sam Lant, Henry Michaelson, Brendan Miller, Brent Tarnol, Kyle Kwasnick, David Sanchez, Ayydé Vargas, Chelsea Carbaugh-Rutland, Zach Lasry, Michael C. Stretton, Andrew Harbour, Allan Chanes, Holden Morse, Raz Mataz, Briana Mari Wilde
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Besucher Wertung zum Film:
Rating: 8.9/10 (240 votes cast)
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2 Antworten auf Project X (2012)

  1. Hiroaki sagt:

    ein film, der zumindest relativ in seiner machart überzeugt – d.h. beim ablauf der handlung
    auch zeigt dies, was eine bande an pubertierenden jugendlichen heutiger zeit ohne sinn und verstand verursachen können an chaos und anarchie
    das dabei keiner umgekommen ist, ist wohl das einzige unrealistische gewesen
    bis auf die aufgesetzten 0815-sprüche wirken die schauspieler “voll bei der sache” – was ja kein wunder ist, da ihre anweisungen wohl kaum bis gar nicht sich von ihren echten verhalten unterschieden haben könnte
    bis auf das (nahezu) folgenlose ende für die unruhestifter wirkte der ganze streifen realistisch und was noch wichtiger ist: relativ logisch (bis auf ein paar kleineren stellen)
    sehr unterhaltsam fand ich ihn nicht gerade, brüste und nackte haut findet man heutzutage überall, der humor war mäßig (bis auf einigen ausnahmen)
    und was ich allerdings nicht verstehe, ist der sinn/botschaft dieses filmes
    er scheint mir so inhalt-/ziellos zu sein
    alles in allem ist es nicht der schlechteste film, aber als sehenswert würde ich ihn nicht abstempeln

    persönliche wertung: 6/10

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    • Patrick sagt:

      Denke, das ist einfach Geschmackssache. Mir wurde der Film von vielen empfohlen und ich würde ihn auch weiter empfehlen. Wo du jedoch vollkommen recht hast, ist die Tatsache, wo der Sinn bei diesem Film bleibt. Klar, in erster Linie soll er unterhalten, doch was will Project X sagen, ist “Party-Hard” nun schlecht, oder “geil”?

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