Gesetz der Rache (2009)

Ein trauender Vater, welcher seiner Familie grausam beraubt worden war und nun vor Gericht auf gerechte Strafe hofft, wird bitter enttäuscht: Der hauptsächliche Täter wird in einem Deal freigesprochen und sein Mittäter zum Tode verurteilt. Zehn Jahre vergehen und der von der Rechtsführung enttäuschte Vater hatte genug Zeit, sich auf seinen Plan vorzubereiten. Nun übt er eiskalte Berechnungen aus und versucht das Justizsystem der Stadt zu stürzen. Allerdings kann dies der Anwalt Nick Rice nicht über sich ergehen lassen. Mit eisernem Willen versucht er, den Vater Clyde aufzuhalten. Blöd nur, dass Clyde Shelton ein genialer Stratege ist, und nicht zuletzt Erfahrungen in der Spionage erringen konnte, und er so meist schon mehrere Schritte im Voraus denkt. Zum Trailer

Kritik:

Ein idyllischer Abend, ein liebevoller Vater, der mit seiner Tochter bastelt, Es klingelt. Als er die Tür öffnet, wird er brutal zu Boden geschlagen, seine Tochter und Frau grausam ermordet. So beginnt Gesetz der Rache. Die Handlung basiert auf einer explosiven Story, welche viel Stoff für Diskussionen bietet. In Gesetz der Rache wird hauptsächlich das Justizsystem der Vereinigten Staaten kritisiert, welches den Anschein ungerechter Verurteilungen und fehlgeschlagener Gerechtigkeit macht. Der Film zeigt eine kaltblütige, berechnende und düstere Atmosphäre, die gut umgesetzt in winterlicher Landschaft, modrigen Fabrikhallen, maroden Gefängnissen und alten Gerichtshäusern zu finden ist. Gerald Butler spielt des übrigen einen kalten und erbarmungslosen, cleveren, aber trauernden Vater, der es sich zum Ziel gemacht hat, der Justiz einen Denkzettel zu verpassen. Sein Gegner, ein erfolgreicher, nach Gerechtigkeit sinnender Anwalt, welcher von Jamie Foxx verkörpert wird, lässt sich dies allerdings nicht so einfach gefallen und kämpft erbittert gegen jene Kaltblütigkeit. Somit sind die Schauspieler gut besetzt worden. Des Weiteren bietet der Film eine breite Pallette an Action und sehr viel Spannung, wobei man nie den Überblick verliert und der rote Faden der Story beibehalten wird. Die Spannung wird bis zum Höhepunkt des Films, dem Ende, hinaufgetrieben und aus diesem Grund wird Gesetz der Rache nicht langweilig. An manchen Stellen wird Gesetz der Rache sehr erbarmungslos und brutal. Zuschauer mit schwachen Nerven werden wahrscheinlich den Blick abwenden. Jedoch machen diese Stellen den Film interessanter und auch eindrucksvoller. Allerdings bietet der Film leider zu wenig Filmmusik, was der kaltblütigen Atmosphäre zwar zu gute kommen mag, aber sie fehlt irgendwo. Denn die sentimentalen Momente, in denen der Aspekt Familie sehr wichtig ist, wird die Musik, die ja eigentlich dafür da ist, den Betrachter in eine ganz bestimmte Gefühlslage zu stimmen und ihn  auf emotionaler Basis anzusprechen, nicht in den Vordergrund gestellt. Kameraführung und Special-Effects sind gut in Gesetz der Rache eingebunden worden, was den Film noch sehenswerter machen. Insbesondere das Ende verspricht viel von den Special Effects. Ferner führt die Kritik an dem Justizsystem wahrhaftig dazu, dass man sich automatisch Gedanken macht und die Rechtsführung kritisch in Frage stellt. Fragen nach der Gerechtigkeit werden aufgeworfen, inwiefern was gerecht erscheint. Das große Aber jedoch besteht darin, dass der Film kein Filmevent ist, von dem man sonderlich beeindruckt sein wird. Gesetz der Rache ist ein gelungener Film, jedoch fehlt dieses gewisse Extra, dass ihn zu einem Sternchen machen könnte, denn Gesetz der Rache ist nicht innovativ genug, behält keine besonderen Umstürze und Überraschungen in der Handlung parat und bietet dem Zuschauer eben nur jene wunderbare spannende Unterhaltung.

Wertung: 7/10

Gesetz der Rache bietet eine gut durchdachte und interessante Story, welche jeden Zuschauer direkt betreffen könnte. Er kann sich also mit den Protagonisten identifizieren und das Geschehen gut nachvollziehen. Die Story bleibt übersichtlich und direkt, an manchen Stellen brutal und kaltblütig, was allerdings dem Film keine negativen Aspekte einbringt. Mit der Filmmusik wird sehr sparsam umgegangen, was der kalten und berechnenden Atmosphäre zu Gute kommt. Technik und schauspielerische Leistung sind gut und es bedarf in dieser Hinsicht keiner weiteren Kritik. Gesetz der Rache ist ein guter und kritischer Film, aber auch kein besonderes oder außergewöhnliches Filmabenteuer. Daher vergebe ich sieben goldene Kameras.

Fazit:

Ein guter Film mit kritischem Hintergrund in Bezug auf das Justizsystem. Der Zuschauer wird angeregt, sich Gedanken zu machen und Fragen zu stellen. Die Filmkunst stellt keine außerordentliche Leistung dar, aber die Story ist sehr gut umgesetzt worden. Somit ist Gesetz der Rache empfehlenswert.

Trailer:

Fakten:

  • Originaltitel: Law Abiding Citizen
  • Erscheinungsdatum: 16.10.2009 (USA) & 19.11.2009 (D)
  • Laufzeit: 109 min
  • Genre: Krimi, Drama, Thriller
  • FSK: 16
  • Produktionsland: USA
  • Produktionskosten: 40.000.000$
  • Einnahmen: 114.629.134 $
  • Regie: F. Gary Gray
  • Cast: Jamie Foxx,Gerard Butler, Colm Meaney, Bruce McGill, Leslie Bibb, Michael Irby, Gregory Itzin, Regina Hall, Emerald-Angel Young, Christian Stolte, Annie Corley, Richard Portnow, Viola Davis, Michael Kelly, Josh Stewart
  • Musik:Brian Tyler
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Rating: 9.4/10 (230 votes cast)
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3 Antworten auf Gesetz der Rache (2009)

  1. Andrej sagt:

    “Gesetz der Rache” ist nicht nur bloß ein Action-Thriller. Dieser Film kritisiert das amerikanische Rechtssystem und thematisiert hauptsächlich die Selbstjustiz. Die Story ist interessant und wird gut umgesetzt, es kommt also keine Langweile auf. “Gesetz der Rache” hat zudem noch ein paar lustige Stellen, was man dem Film eigentlich gar nicht zugetraut hätte, und ja, sogar das ganze Publikum ist bei einer Szene richtig zusammengezuckt. Unterhaltung pur! Negativ ist nur das Ausmaß gegen Ende. Da wird doch eindeutig viel zu sehr übertrieben, was der Film gar nicht nötig gehabt hätte. Es war auch viel über das Ende diskutiert worden und meist als schwach empfunden, aber ich muss sagen, dass es eigentlich ganz gut war. Schlecht war vielleicht die Wandlung des Hauptdarstellers Gerard Butler, der als Witwer anfangs noch die Symapthien auf seiner Seite hatte. Aber gegen Ende hat sein Verlangen nach Rache gar keine Grenzen mehr und auch Unschuldige werden in Mitleidenschaft gezogen. Der Film ist auch ziemlich brutal – und das bei einer FSK-Freigabe ab 16 Jahren! Also manchmal fragt man sich wirklich, wie die Herren dort beurteilen.

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  2. Franzi sagt:

    Der Film ist einfach genial. Sollte eigentlich jeder mal gesehen haben. Er ist spannend bis zum Schluss, nachdenklich und man fühlt mit. Das er ab 16 ist, ist echt an der Grenze. Manche Szenen sind nicht mal für 16 Jähre geeignet. Vorallem, wenn man in der Familie einen schweren Verlusst hatte, sollte man sich den Film nicht unbedingt anschauen. Top Besetzung und echt ein Abend wert

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