Filmkritik: Untote wie wir – Man ist so tot, wie man sich fühlt (2012)

Untote wie wir – Man ist so tot, wie man sich fühlt

Filmbeschreibung:

Bart ist für sein Land gestorben. Bei einem Überfall im Irak stirbt er als Kriegsheld und soll schon bald beerdigt werden, doch plötzlich findet Bart sich in einem Leichenschauhaus wieder. Alles deutet daraufhin, dass er tot ist. Doch Bart steht wie eine Eins und lebt. Als aller erstes besucht er seinen besten Freund Joey, dieser traut seinen Augen nicht und als Bart Joey’s Teppich vollkotzt und schließlich irgendwann einfach einschläft, fehlen ihm die Worte.  Bart stinkt fürchterlich und scheinbar bewahrt ihn das trinken von Blut davor, weiter zu verwesen, also nichts wie rein in die wilde Spritztour. Bart und sein bester Kumpel suchen nun potentielle Opfer, die er aussaugen kann. Zum Trailer

Filmkritik:

Eigentlich ist es eine ganz coole Sache, wenn man plötzlich aus dem Grab aufwacht und merkt, dass man ein Untoter ist. Bart und sein bester Kumpel hingegen finden das gar nicht so lustig. Aber schnell ist klar, ihre Bestimmung ist es, den Schutzlosen zu Hilfe zu eilen. Untote wie wir ist Selbstjustiz mit Ironie. Ein bisschen was von Der blutige Pfad Gottes, aber mit weniger Coolness und Ernsthaftigkeit. Dabei zieht sich der Streifen ganz schön und man hinterfragt den Sinn dieser Story spätestens wenn der Mittelteil das Ende einläutet. Irgendwas muss da doch noch kommen? Zu doof, dass da eigentlich nichts mehr kommt und so wird es einfach nur langweilig. Klar, der Film hat einen gewissen Wiedererkennungswert, aber irgendwie überzeugt er nicht auf ganzer Linie. Die lustigen Stellen reichten auch leider nur bis zu einem Schmunzeln, vielleicht ist es auch nicht mein Humor. Aber für eine Filmempfehlung würde ich Untote wie wir nicht halten. Entweder fehlt der tiefere Sinn in dieser Komödie, oder ich erkenne ihn einfach nicht. Was jedoch bei mir hängen geblieben ist; der Streifen zieht sich unglaublich dahin. Mal wird eine Nebenstory angefangen und plötzlich ist sie wieder vergessen, hier und da werden kleine kriminelle Machenschaften aufgelöst, aber der wirkliche Clou bleibt aus. Fazit daher: Untote wie wir kann manchmal ganz lustig sein, die meiste Zeit ist der Film aber eher schleppend.

Filme-Blog Wertung: 5/10

Fünf Sternchen, mehr gibt es von mir heute nicht. Untote wie wir ist lahm und zieht sich wie Kaugummi. Dabei kann das Konzept auf voller Linie eigentlich überzeugen, es ist originell, witzig, und teils gut durchdacht. Was Untote wie wir fehlt, ist ein richtiger Hauptstrang mit einer guten Story. Ein paar Kleinkriminelle jagen machte noch keinen zum Helden. Die Hauptcharaktere sind teils sehr sympathisch und die Freundschaft zwischen Bart und Joey ist wirklich gut dargestellt. Aber wie gesagt, es mangelt hier an einer wirklichen Geschichte, oder Aufklärung. Eine FSK 18 Freigabe verstehe ich nicht ganz, eventuell wegen der beinhaltenden Selbstjustiz, aber vom Blut her ist Untote wie wir eher trocken im Vergleich zu wirklich blutigen Vampirstreifen. Fünf Sternchen für einen mittelklassigen Film, der nicht so recht weiß, was er zu erzählen hat.  

Filmfazit:

Untote wie wir weiß nicht so recht, was der Streifen selbst erzählen möchte, deshalb sitzt er seine Laufzeit von 113 Minuten souverän ab und jagt ein paar Kleinkriminelle.

Filmtrailer:

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2 Gedanken zu “Filmkritik: Untote wie wir – Man ist so tot, wie man sich fühlt (2012)

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