Filmkritik: Storm Warning – Überleben kann tödlich sein (2007)

storm warning

Filmbeschreibung:

Das frische Ehepaar Rob und Pia verbringen das Wochenende mit einer gemütlichen Bootstour auf dem Meer, doch als ein Sturm aufzieht, sind sie gezwungen, auf der naheliegenden Insel French Island Schutz zu suchen. Rob und Pia bekommen es mit der Angst zu tun, als sie einige Gestalten sehen, wie sie einen Mann zu Tode prügeln. Daraufhin flüchten sie in ein altes Farmhaus. Als Rob im Schuppen das Geschäft der Farmer sieht, versucht er seine Frau an der Vordertür zu warnen. Doch es ist zu spät, die mehr oder weniger freundlichen Hausbesitzer machen das Ehepaar zu ihren persönlichen Sklaven. Eine Flucht von der Insel ist hoffnungslos, da der Sturm zu stark ist und man in der Nacht nichts sehen kann, doch Pia befürchtet, noch vor dem Morgengrauen tot zu sein. Zum Trailer

Filmkritik:

Momentan hat mich wohl die Welle der australischen Horror-Splatter erwischt, denn immer und immer wieder laufe ich diesen Filmen in die Arme. Aber ich muss sagen, australische Filme haben ihre ganz eigenen Macken und Vorlieben, denn oftmals sind diese mit einem sonderbaren, aber doch auch neuem Konzept ausgestattet. Leider mangelt es dann an der Umsetzung, wie man in Long Weekend bereits sehen konnte. Storm Warning hingegen hat mich überaus überrascht, da meine Erwartungen an den Film nicht sonderlich hoch waren, vermutete ich einen mittelklassigen Splatter Streifen, mit ordentlich Blut und Charakteren, die dem Mörder direkt in die Falle laufen. Zu Beginn wirkt Storm Warning nicht sonderlich schön, doch der Streifen entfaltet seine wahre Wirkung erst mit dem Einbruch der Nacht, wenn die Story zur Höchstform aufläuft und so richtig an Tempo gewinnt. Die düster gehaltene Atmosphäre zeigt außerordentlich schaurige Bilder und ist durch die Wetterlage zu dem sehr kühl. Doch irgendwie will der Funke nicht überspringen und zu einem wahren Horrorstreifen wird Storm Warning dann doch nicht, denn auf wirkliche Schockmomente wartet man hier vergebens und die typischen Splatter-Szenen tauchen erst gegen Ende auf und sind eher eine Seltenheit. Andere Backwoodslasher, wie Wrong Turn, haben auf diesem Gebiet wesentlich mehr zu bieten. Storm Warning bietet zwar eine 08/15 Story, kann aber durch seine Machart voll überzeugen, welche natürlich durch den Ideenreichtum von Nadia Farès alias Pia noch mehr unterstützt wird. Die erfahrene Französin stiehlt ihrem Mann Rob, der von Robert Taylor verkörpert wird, regelrecht die Show und zeigt sich wirklich von ihrer Schokoladenseite. Bemerkenswert, aber auch fragwürdig sind vor allem die Zufälle bzw. der Kampfgeist von Pia selbst, die natürlich nicht über Superkräfte verfügt, aber Frauen-Power steht hier wohl an aller erster Stelle und Regisseur Jamie Blanks zeigt mit Storm Warning, zu was Frauen in der Lage sind und wenn wir mal ganz ehrlich sind, wer möchte Pia nachts im Dunkeln begegnen? Trotz meiner schlechten Erwartungen hat Storm Warning mich wirklich gut unterhalten, ist jedoch in meinen Augen kein Einzelschwimmer und sticht demnach nicht aus der Masse hervor.

Filme-Blog Wertung: 6/10

Wirklich punkten kann Storm Warning mit seiner ordentlichen Portion Spannung, die hier in der DVD-Hülle mitgeliefert wird. Des Weiteren liefert die Besetzung hier eine gute Arbeit ab, was nicht zu Letzt an den Charakteren liegt, die eine natürliche Intelligenz zeigen und nicht blindlings dem Mörder folgen. Leider wirkt der Streifen insgesamt nicht so hochwertig, was vor allem die Einleitung deutlich zeigt. Einige Klischees sind hier ebenfalls verbaut, um am Ende eine ernüchternde 08/15 Story hervorzubringen. Dadurch, dass Storm Warning den Zuschauer aber bei Laune halten kann – trotz der angesprochenen Mängel – verdient er sich sechs von zehn ideenreichen Sternchen.

Info:

Der Verkauf der „Uncut Edition“ von Storm Warning ist ab 2008 in Deutschland verboten, entschied ein Münchner Gericht.

Filmfazit:

Horrorfans rate ich von Storm Warning ab, genauso wie Splatter-Fans, die mit Wrong turn, oder dergleichen besser bedient sind. Erwarten sollte man hier nicht mehr, als eine solide Story, die mit genügend Spannung bei Laune zu halten vermag.

Filmtrailer:

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Ein Gedanke zu “Filmkritik: Storm Warning – Überleben kann tödlich sein (2007)

  1. Lustig ist, dass die beschlagnahmte SPIO/JK-Fassung trotz Uncut-Aufdruck um ein paar Sekündlein geschnitten ist. :)
    Fand ihn damals nicht so toll; aber schöne Kritik!

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