Filmkritik: Maximum Conviction (2012)

Maximum Conviction

Filmbeschreibung:

Ein altes Gefängnis soll vollständig geräumt werden. Das Problem: Der Gefangenentransport für die sechs Häftlinge hat lediglich Papiere für zwei der Insassen dabei. Die ganze Aktion entpuppt sich bereits nach kurzer Zeit als Befreiungsaktion der beiden weiblichen Insassen durch eine Söldnertruppe. Der Grund: Eine der beiden Inhaftierten ist ein Kurier, der Informationen im Wert von satten 200.000.000$ bei sich hat. Der Feind: Niemand geringeres als Ex-Marine Cross und sein bester Kumpel Menning, die nur darauf warten die Eindringlinge in ihrem Knast in die Finger zu bekommen. Schnell sind auf beiden Seiten die Truppen mobilisiert und es entbrennt ein heißes Gefecht um die gesuchten Informationen der Gefangenen. Zum Trailer

Filmkritik:

In meinem scheinbar gar nicht mehr enden wollenden Steve Austin (Knockout, Recoil, Hunt to Kill, The Expendables, Damage) Rausch, durfte natürlich auch der erst kürzlich erschienene Maximum Conviction nicht fehlen. Und sieh mal einer an, hier stiehlt Steven Seagal dem guten alten Steve Austin doch wahrhaftig die Show. Mit Leichtigkeit vermöbelt der etwas in die Jahre gekommene Action-Hero genau die Kerle, mit denen unser Stone Cold vermutlich sogar Probleme bekommen hätte. Sogar von einer Frau musste sich Neuzeit-Rambo Austin in Maximum Conviction kurzzeitig vermöbeln lassen, ehe er am Ende dann auch noch die Lorbeeren an Seagal abdrücken muss, der das ganze Geschehen mit einem Happy-End abschließt. Ein zweiter Teil? Nach den Anspielungen von Ex-Marine Cross vielleicht denkbar, aber in Anbetracht anderer, eher negativ ausgefallener, Kritiken und des sowieso schon in sich abgeschlossenen Geschehens wohl eher unwahrscheinlich. Fest steht auf jeden Fall, dass Maximum Conviction gute Unterhaltung für Action-Fans ist, die Filme nicht mit dem Kopf, sondern nur mit den Augen wahrnehmen. Wäre etwas anderes der Fall, hätten sie zumindest in den (Nah-) Kampfszenen etwas skeptische Blicke zollen müssen. Diese wirken in Maximum Conviction oftmals ziemlich überzogen, obgleich dies bei Austin und Seagal Fans vermutlich genau ins Schwarze trifft und den Unterhaltungswert nur noch weiter anheizt, anstatt ihn zu schmälern. Zugegebenermaßen mangelt es aber auch bei diesem Austin-Produkt (Knockout, Recoil, Hunt to Kill, The Expendables) mal wieder – wie sollte es auch anders sein – in Sachen Story. Ist zwar alles ganz schön in Szene gesetzt worden aber viel mehr als eine Befreiungsaktion ist da eben auch nicht zu holen. Maximum Conviction versucht irgendwie noch etwas Würze mit Hintergrundinformationen hinein zu packen, wirklich gelingen will das aber mit der Geschichte eines CIA Komplotts irgendwie auch nicht mehr und nach ein bisschen mehr als standardmäßigen 90 Minuten ist der Streifen dann auch schon wieder an einem vorbeigezogen. Offene Fragen bleiben weitestgehend keine zurück und auch verschwendet man nicht mehr wirklich einen interessanten Gedanken an das, was man da gerade gesichtet hat. War eben einfach recht unterhaltsam…

Filme-Blog Wertung: 5/10

FSK 18 und das völlig zu Recht. Egal ob Schießereien, Schlägereien, Knochenbrüche, aufgespießte Widersacher oder abgeschnittene Finger. All diesen Dingen bedient sich Maximum Conviction mal eben kurzerhand, wenn auch nicht mit überhöhtem Gore-Faktor, schließlich ist es ja auch immer noch ein Action-Thriller. Ob fünf oder sechs Sterne, vielleicht mag der eine oder andere auch mit vier schon völlig zufrieden sein, darüber kann man sich streiten. Für Langweilige eineinhalb Stunden ist Maximum Conviction allerdings recht passabel anzusehen und daher gibt es auch eine durchschnittliche Wertung meinerseits für das gute Stück. Ist ja bei Austin-Filmen (Knockout, Recoil, Hunt to Kill, The Expendables) in letzter Zeit auch Standard gewesen, dass diese nie wirklich über eine mittelprächtige Wertung hinausschießen. Die Story ist eben immer wieder das Problem, wenngleich man sich in Maximum Conviction meiner Meinung nach sichtlich mehr Mühe gegeben hat, eine sinnvolle Geschichte irgendwie an den Betrachter zu vermitteln, als beispielsweise in… Ja, wo eigentlich? Gab es jemals eine wirklich faszinierende und überaus tiefgründige Storyline in den anderen Austin-Streifen? Wenn wir ehrlich sind wohl eher nicht und das ist auch gut so. Ebenso wenig wie Steve Austin (Knockout, Recoil, Hunt to Kill, The Expendables) einen Film mit perfektem roten Faden braucht, brauchen wir noch einen schrecklichen Teil von Paranormal Activity oder dergleichen. Schlechtes Beispiel, beides aber irgendwie auch völlig verständlich ;).

Filmfazit:

Nicht mehr und auch nicht weniger als eine solide Unterhaltung über gute 90 Minuten und wohl eine Genugtuung für jeden Fan von dem einen oder vielleicht sogar dem anderen Steve. Auch wenn die One-Liner eines Austin (Knockout, Recoil, Hunt to Kill, The Expendables) in Maximum Conviction sogar noch die eines Vin Diesel in Riddick an Absurdität übertreffen mögen.

Filmtrailer:

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