Filmkritik: Manhunt Backwoods Massacre (2008)

manhunt

Filmbeschreibung:

Camilla, Roger, Jørgen und Jenta machen einen Kurzurlaub und sind mit ihrem kleinen Bus in den norwegischen Wäldern unterwegs, als sie Rast machen fragt ein junges Mädchen, ob sie sie mitnehmen könnten, da ihr Wagen liegen geblieben sei. Die vier Freunde willigen mit Streit ein, doch die Reise hat bald ein Ende, denn dem jungen unbekannten Mädchen ist nicht wohl und so muss sie sich während der Fahrt übergeben. Daraufhin werden sie von drei Männern überfallen. Zwei Mädchen kommen bei dem Überfall ums Leben, die anderen werden verschleppt und wachen schließlich mitten im Wald wieder auf. Niemand weiß, was hier vor sich geht und die Jugendlichen versuchen zu fliehen, vergebens, die Jäger scheinen überall zu sein. Zum Trailer

Filmkritik:

Was soll denn das? Manhunt Backwoods Massacre bietet noch einen vielversprechend stürmischen Anfang, doch baut danach so stark ab, dass einem jegliche Lust vergeht, sich dieses Spektakel weitere 60 Minuten anzusehen. Die Laufzeit von 74 Minuten reicht in meinen Augen auch dicke aus, da man sowieso die schlechte schauspielerische Leistung nicht länger ertragen könnte. Doch nicht nur die schlechten Leistungen von Hauptdarstellern Henriette Bruusgaard als Camilla, Lasse Valdal (Dead Snow) als Roger, Nini Bull Robsahm als Jørn und Bjørn Fuller Gee als Jørgen sind ausschlaggebend für so ein negatives Bild, sondern auch die die Charaktere selbst. Emotionslos wandeln sie durch Waldgebiet; was vor allem zu Beginn sehr deutlich wird. Da wird der ein oder andere schon mal ein bisschen böse, ohne aber auch eine Miene zu verziehen oder seine Stimmlage zu ändern. Klischees von Großstadtkindern und Hinterwäldlern stehen hier ebenso an der Tagesordnung, wie Männer, die sich von hübschen Frauen beeinflussen lassen. Über die Intelligenz der Charaktere kann man auch nicht viel sagen, da schließlich nicht sonderlich viel vorhanden ist. Die Anteilnahmslosigkeit der Charaktere ändert sich ein wenig positiv mit dem Voranschreiten des Films; endlich wird auch mal gekrischen, wenn der oder die Freund/Freundin angegriffen wird. Die Handlung in Manhunt bietet nicht viel, nach ungefähr der Hälfte der Laufzeit weiß man, dass die Teenies sich auf einem Urlaub befanden und angegriffen wurden, was danach folgt ist lediglich unüberlegtes Fliehen vor den Jägern. Die deutsche Synchronisation ist wieder einmal unter aller Sau und kann sich nicht sonderlich hören lassen. Eigentlich sollte man das Gefühl haben, dass die Worte direkt aus dem Darsteller kommen, doch in Manhunt ist dies nicht der Fall; schlechte Stimmen und dies meist nur auf einer Stimmlage bilden hier dann das Gelaber, was die Teenies von sich geben dürfen. Zu den Splatter, bzw. Ekeleffekten lässt sich sagen, dass man hier ein paar widerliche Szenen zu Gesicht bekommt, die zudem auch noch ziemlich realistisch wirken; ein deutliches Plus für Manhunt. Aber die wirklich unterhaltsamen Szenen kann man an einer Hand abzählen und sind nur von kurzer Dauer. Zur Story lässt sich nicht viel sagen, außer: Teenies sind im Wald und werden umgebracht, mehr passiert nicht und man sollte auch nicht auf mehr hoffen. Alles was Manhunt zu bieten hat, ist eine Gruppe von nicht gerade intelligenten Teenies, die einen Urlaub machen wollen und dabei ein paar Jägern (Man weiß nicht, wieso die Männer das machen und was sie da eigentlich machen) in die Hände laufen. Schlussendlich kann man sagen, dass Manhunt oder auch Rovdyr keinen Blick wert ist.

Filme-Blog Wertung: 1/10

Manhunt ist einfach nur ermüdend und langweilig. Nichts spannendes kann der Backwoodslasher bieten und noch nicht mal ein lustiger Faktor spielt hier die Rolle und kann den Film retten. Neben schlechten Charakteren, emotionslosen Darstellern, kaum Laufzeit, keiner Story und schlechten Synchronstimmen verbirgt sich auch noch positives in Manhunt, denn der Streifen hat ein paar gute Szenen, die einem Backwoodslasher treu werden, doch diese Szenen lassen sich an einer Hand abzählen. Ein Stern trifft es meiner Meinung eigentlich ziemlich gut, denn ich frage mich immer noch, welcher Sinn hinter diesem Film steckt, schließlich erfährt man so gut wie nichts über die Teenager und die Jäger, zudem bleiben sämtliche Hintergedanken verborgen und das Ende sorgt eher für mehr Verwirrung, als dass es Auflösung sucht, oder einen zweiten Teil andeutet. Von meiner Seite gibt es auf jeden Fall ein absolutes Filmverbot. 

Filmfazit:

Finger Weg von diesem schlechten Backwoodslasher. Wer auf sinnloses Jagen von Teenagern steht, ohne jeglichen Zusammenhang, kann sich wenigstens die handvollen Slasherszenen ansehen.

Filmtrailer:

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