Filmkritik: I Am Legend (2008)

I am Legend

Filmbeschreibung:

Im Jahre 2009 entdeckt Dr.Alice Krippin das erste Heilmittel gegen Krebs, das mit einer Erfolgsrate von 100 Prozent ein riesiger medizinischer Erfolg für die Menschheit ist. Bei diesem Heilmittel handelt es sich um ein Virus, das am Anfang nur Vorteile mit sich bringt. Doch schon im Dezember des Jahres beginnen sich die Nebenwirkungen des “Heilmittels” zu zeigen, denn das Virus mutiert und tötet 90% der Weltbevölkerung. Acht Prozent der Menschen leiden unter tollwutähnlichen Symptomen und nur zwei Prozent der Weltbevölkerung sind gegen dieses Virus immun. So auch der Virologe Lt. Colonel Dr. Robert Neville. Dieser lebt, nachdem seine Frau und seine Tochter bei der Evakuierung Manhattans ums Leben gekommen sind, alleine mit seinem Hund in Manhattan. Nachts muss Robert ums Überleben kämpfen, indem er sich mit seinem Hund, in seiner Wohnung, vor den aggressiven und unmenschlichen Wesen versteckt und tagsüber sendet er Radiofunksprüche in der Hoffnung, weitere Menschen zu finden, die ebenfalls gegen das Virus immun sind, jagt Hirsche und experimentiert in seinem Keller mit den tollwütigen Verbliebenen, um ein Heilmittel zu finden. Zum Trailer

Filmkritik:

Da I Am Legend eine von mehreren Verfilmungen des Romans von Richard Matheson “The Omega Man” ist, kann der Film nicht viel Neues bieten. Meine Meinung zur Handlung fällt somit sehr gemischt aus, denn der erste Teil im Film, in dem Robert mit seinem Hund durch Manhattan irrt, ist meiner Meinung nach der Beste. Denn hier kommt die Einsamkeit und die postapokalyptische Stimmung deutlich zum Ausdruck. Somit ist der Film von Beginn an sehr spannend und auch Will Smith kann von der ersten Minute an überzeugen. Von dem zweiten Teil, der zwischen dem ersten Teil und dem Showdown liegt, habe ich mir die selbe Stimmung erhofft, doch hier verfliegt die beklemmende Atmosphäre sofort und die Leinwand wird von actionreichen Szenen eingenommen und Robert nimmt den Kampf gegen die Infizierten auf. Diese sind meiner Meinung nach aus technischer Sicht nicht gelungen und auch die anderen Tiere, die dort mit Hilfe digitaler Technik noch größer und gefährlicher wirken, erscheinen an einigen Stellen fast schon lächerlich. Die Spannung, die im zweiten Teil hauptsächlich durch die Szenen in den dunklen Gebäuden und den Angriffen der Infizierten aufgebaut worden ist, verändert somit die ganze Stimmung vom Anfang. Das Ende des Films, das gleichzeitig der Showdown ist, besteht fast ausschließlich aus Actionszenen. Was mich an dem Ende besonders gestört hat, war die “Heldentat” von Robert, der sich für die Menschheit geopfert hat, da ich das als etwas zu übertrieben empfunden habe. Zum Handlungsverlauf kann man da sagen, dass der Film nie langweilig wird, da man zu Beginn von der Stimmung und zum Schluss von den Actionszenen mitgerissen wird. 

Filme-Blog Wertung: 6/10

6 Sterne hat sich I Am Legend verdient. Minuspunkte erntet I Am Legend durch die schlechten visuellen Effekte, wie zum Beispiel die Infizierten, die meiner Meinung nach einfach zu übertrieben sind und den Film an einigen Stellen fast schon lächerlich erscheinen lassen. Das Geschrei der Infizierten trägt auch nicht mehr zur Ernsthaftigkeit des Filmes bei. Dennoch gibt es auch positive Aspekte, zum Beispiel die absolut gelungene postapokalyptische Atmosphäre zu Beginn des Filmes, durch die es der Film schafft, die Zuschauer mitzureißen. Auch der Verlauf der Handlung ist ein Lob Wert, da diese ohne zu stocken verläuft und dazu beiträgt, dass keine Langeweile aufkommt. Leider konnte – vor allen Dingen am Ende von I Am Legend – nicht ganz auf Actionszenen verzichtet werden, welche die ganze Stimmung des Anfangs zunichte machen. I Am Legend hat sicherlich Will Smith seinen Bekanntheitsgrad zu verdanken, denn dessen Leistung war hier wieder einmal hervorragend. Robert, der einerseits sehr verzweifelt ist, andererseits den Kampf gegen die Infizierten aufnimmt, kann Will Smith sehr überzeugend verkörpern. Jedoch nimmt er hier – wie in vielen anderen Filmen – eine Art “Heldenrolle” an, denn in I Am Legend ist er der letzte Überlebende, der sich zum Wohl der Menschheit opfert. Ich persönlich wünsche mir Will Smith auch einmal in anderen Rollen zu sehen, doch wie oben bereits erwähnt, konnte er hier sein schauspielerisches Talent unter Beweis stellen.

Filmfazit:

I Am Legend kann vor allem durch Will Smith’s Leistung glänzen, doch auch für Actionfans ist der Film auf alle Fälle sehenswert. Dennoch ist der Film nicht für Leute zu empfehlen, die sich einen Film mit der durchgehend richtigen Stimmung wünschen.

Filmtrailer:

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