Filmkritik: Freedom Writers (2007)

Freedom Writers

Filmbeschreibung:

Die 90er-Jahre in Long Beach: Erin Gruwell kommt als neue Englischlehrerin an eine Highschool in Long Beach. Ihre neue Klasse, die aus Schülern verschiedenster ethnischer Gruppen besteht, hat keinen Respekt vor der engagierten Lehrerin. Doch sie schafft es, die Schüler auf ihre Seite zu bekommen, indem sie mit ihnen Rap Musik hört. Die Schüler beginnen sich ihr langsam zu öffnen und Erin muss sich eingestehen, dass die Chancen dieser Schüler im Bildungswesen ziemlich niedrig sind. Nach einem Vorfall in der Klasse, bei dem eine rassistische Zeichnung von einem Schüler gezeichnet worden ist, zieht Erin den Vergleich zum Holocaust und bemerkt, dass keiner der Schüler Ahnung davon hat. Erin beginnt ihre Klasse zu fördern, damit diese das selbe Level wie die Parallelklassen erreicht und unternimmt Ausflüge, die sie selbst bezahlt, da diese nicht von der Schulleitung genehmigt werden. Als Schullektüre lesen die Schüler das Tagebuch der Anne Frank und müssen als Projekt selbst ein Tagebuch führen. Aus der einst gespaltenen Klasse entsteht eine Gemeinschaft, bei der Erin eine wichtige Rolle spielt. Doch gerade jetzt, wo sich die Schüler an sie gewöhnt haben, müssen sie erfahren, dass sie zum neuen Schuljahr einen neuen Lehrer bekommen. Zum Trailer

Filmkritik:

Der Grund, wieso ich mir Freedom Writers in erster Linie angeschaut habe, war, dass es sich hierbei um einen biographischen Film handelt.  Doch als ich mir den Film angesehen habe, hatte ich fast schon ein Déjà vu, denn die Handlung von Freedom Writers ist absolut ähnlich zu der von Dangerous Minds. Dennoch habe ich mich auf den Film eingelassen, da dieser auf einen wahren Begebenheit basiert. Die junge Erin hat ihr Jura Studium für das Lehramt Studium abgebrochen, da sie von den Rassenunruhen aus dem Jahre 1992 so sehr erschrocken war und auch etwas ändern wollte. Die Möglichkeit bekommt sie auch direkt am ersten Arbeitstag, als ihr die Problemklasse der Schule zugeteilt wird. Die hochmotivierte Lehrerin erleidet dann direkt einen Rückschlag, denn die Klasse hat keinerlei Respekt vor ihr und auch innerhalb der Klasse herrscht zum Entsetzen von Erin Hass vor. Gegen die Ratschläge ihres Vaters entscheidet sie sich aber dafür, die Klasse weiterhin zu unterrichten. Sie muss feststellen, dass die Schüler sogar Schwierigkeiten damit haben, einen normalen englischen Satz auszuschreiben. Als ersten Schritt nimmt sie sich vor, den Draht zu den Schülern aufzunehmen, indem sie mit ihnen Rapsongs hört. An dem Tag muss sie feststellen, dass die Schüler aber auch privat sehr viele Probleme haben. Da Erin von der Schule keine Lernmaterialien für die Schüler bekommt, nimmt sie mehrere Nebenjobs an, um den Schülern selbst die Sachen zu kaufen, aber auch, um ihnen Schulausflüge zu ermöglichen. Bei ihrem Ehemann stößt Erin leider auf wenig Verständnis, was der Grund für die Scheidung ist. Erin hält trotzdem zu ihrer Klasse und nach dem Besuch in einem Holocaust-Museum, beginnen die Schüler, genau wie Anne Frank, ein Tagebuch zu schreiben. Durch die Lektüre “Das Tagebuch der Anne Frank” begreifen sie erst, zu was Rassismus tatsächlich führen kann. Doch die Schüler wollen noch mehr darüber erfahren, und entschließen sich dazu Miep Gies, die Frau, die Anne und ihre Eltern damals versteckt hat, einzuladen. Die Handlung ist allgemein sehr spannend, wird nicht langweilig und besitzt einige Höhepunkte. Die gesamte Situation in der Klasse etc. erschien für mich persönlich sehr authentisch. Dennoch verfiel die Stimmung im Film doch manchmal sehr in Kitsch. Nachdem ich mir den Film angeschaut habe, war ich überrascht, wie sehr sich diese Lehrerin für ihre Schüler einsetzte. Hilary Swank passt meiner Meinung nach perfekt in diese Rolle rein, denn sie kann die engagierte, aber auch verletzliche Lehrerin gut spielen. Auch die restlichen Darsteller haben mich überzeugt. Der Soundtrack hat ebenfalls gut zur Stimmung gepasst.

Filme-Blog Wertung: 6/10

Freedom Writers ist an sich ein gelungener Film. Minuspunkte bekommt er aber trotzdem dafür, dass die Handlung einem aus anderen – ähnlichen – Filmen bekannt vorkommt. Das führt dazu, dass der Film im Allgemeinen sehr vorhersehbar ist und keine wirklichen Überraschungen zu bieten hatte. Weitere Minuspunkte hatte der Film der kitschigen Stimmung in Freedom Writers zu verdanken. Trotz der Dramatik gab es immer mal Stellen in Freedom Writers, die etwas zu kitschig waren. Dennoch erntet der Film einige Pluspunkte. Die Handlung ist trotz der oben genannten Aspekte spannend und besonders mitreißend, da es sich dabei um eine wahre Begebenheit handelt. Auch die Darsteller konnten mit ihrer Leistung überzeugen.

Filmfazit:

Die Handlung von Freedom Writers ist den Meisten wahrscheinlich bekannt und bietet somit nur wenig Neues. Dennoch ist der Film aufgrund der Darsteller und der Tatsache, dass er auf einer wahren Begebenheit basiert, sehenswert.

Filmtrailer:

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Ein Gedanke zu “Filmkritik: Freedom Writers (2007)

  1. da war ich mal bei den 6 sternen unterwegs und wollte mal wissen, was ihr so in diese kategorie reingepackt habt und da fiel mir fast die kinnlade runter als ich diesen tollen film hier gesehen habe
    schon echt länger her, dass ich ihn gesehen habe, aber er ist wundervoll gemacht und hat auch einige emotionale gefühle hervorrufen können, daran kann ich mich zumindest noch erinnern
    und eins weiss ich mit ziemlicher sicherheit und zwar, dass der film weit aus besser ist als er hier dargestellt wird
    also wirklich, 6 sterne werden ihm absolut nicht gerecht, da stimme ich sogar eher der besucherwertung zu (-1 stern um genau zu sein)
    also ich kann diesen film nur empfehlen

    persönliche wertung: 8/10

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