Filmkritik: Entropie (2011)

Entropie

Filmbeschreibung:

Ein ehemaliger Gangster sitzt in einem privaten Verhör und will endlich auspacken. Gearbeitet hat er all die Jahre für einen Dämon aus der Unterwelt, der in diverse Kriminelle Machenschaften verwickelt war. In vier verschiedenen Kurzgeschichten erfährt man nun mehr über den mysteriösen Auftraggeber und all die krummen Geschäfte, die er über Jahre hinweg am Laufen hatte. Von Gewalt, über Menschenhandel, bis hin zur Prostitution ist alles dabei und Überfalle auf Juweliere erweisen sich hier als kleine Fische in seiner Verbrecherkartei. Zum Trailer

Filmkritik:

Bei Entropie fällt es recht schwer, viel über den Inhalt des Streifens zu verraten, denn schließlich kann man weder auf den Inhalt der etwa 20 Minuten langen Kurzgeschichten so wirklich eingehen und zu viel von der Haupthandlung verraten will man ja letztlich auch nicht. Wobei in Entropie sicher fraglich ist, ob es so etwas wie eine Haupthandlung überhaupt gibt, nachdem man als Zuschauer vier voneinander völlig unabhängige Kurzgeschichten vorgesetzt bekommt, auf die nicht näher eingegangen wird und in denen man sich sämtliche offene Fragen letzten Endes selbst beantworten muss. Alles fängt noch ganz harmlos an mit ein paar Ermordungen, steigert sich dann im Laufe der Geschichten bis hin zu dem Auftreten diverser Dämonen-Zombie Mischungen und endet letztlich bei total freakigen Sci-Fi Szenen. Bei keinem der Parts kommen die blutigen Szenen zu kurz und eine FSK 18 Einstufung kann hier nun wirklich keinen mehr verwundern. Ziemlich kranker Mist den uns die deutschen Filmemacher hier dieses Mal mit Entropie vorsetzen und das in nahezu jeder Szene. Ebenso unverständlich wie vermutlich alle anderen Szenen bleibt hier ganz besonders auch das Ende von Entropie, in dem der Ex-Gangster von der Bildfläche verschwindet und plötzlich eine Nutte vor dem Kriminalbeamten auftaucht. Entweder man muss in dem Streifen wirklich verdammt gut aufpassen und messerscharf kombinieren was passiert, oder ich hab ganz einfach die Schlüsselszenen verschlafen, was mir bei der Spannungskurve von Entropie wohl nur die wenigsten Zuschauer wirklich übel nehmen werden. Auf jeden Fall habe ich keine Botschaft verstanden, die mir Entropie vermitteln wollte und außer ein paar blutigen Minuten mehr in der Unrated Version des Films, gibt es in Entropie auch nahezu keine Szene, auf die man sich wirklich freuen könnte oder die einem mehr als ein paar Stunde in Erinnerung bleibt. Zu erwähnen wäre wohl hier das man hauptsächlich in der zweiten Kurzgeschichte massive Zensuren vorgenommen hat und eine zweiminütige Szenen komplett entfallen ist, in der sich einer der beiden Gangster gegen diverse Dämonen-Zombie-Horden behauptet und sie auf blutigste Weise dem Erdboden gleich macht. Viel mehr gibt es dann auch schon nicht mehr zu sagen zu einem Film, bei dem man mit einer unterdurchschnittlichen Wertung nur alles richtig machen kann und in den man auf keinen Fall mehr hinein interpretieren sollte, als einem geboten wird. Der Unterhaltungswert mag hier noch relativ groß sein, wenn man eine Stunde seines Leben opfern kann, die Darsteller und der gesamte Plot allerdings dürften sicher keinen Zuschauer überzeugen können.

Filme-Blog Wertung: 2/10

 

Es fällt mir wirklich verdammt schwer Entropie zu bewerten. Klar ist hier ein extrem hoher Trash-Faktor mit nicht gerade niedrig angesetztem Blutlevel vorhanden und die Gliederung in vier völlig eigenständige Kurzgeschichten lässt den Film nicht ganz so langweilig wirken, wozu letztlich auch die extrem kurze Laufzeit von gerade einmal 73 Minuten beiträgt, doch von einem roten Faden ist eben gerade dadurch überhaupt keine Spur mehr und die Story ist ganz schlicht und einfach totaler Müll. Die Darsteller sind schlecht und lediglich die Hintergrundmusik kann einen in der einen oder anderen Szene mal über ein paar Sekunden ganz gut vertrösten. Bei der Zusammenarbeit von sage und schreibe vier Regisseuren hätte man hier als Zuschauer von Entropie sicher einiges mehr erwarten können, auch wenn die Erwartungen an einen deutschen Splatter-Dämonen-Zombie-Film vergleichsweise niedrig angesetzt gewesen sein dürften. Zwei gut gemeinte Mitleidssternchen gibt es also für einen Film ohne jeden Sinn und mit reichlich Blut, Gewalt und Sex.

Filmfazit:

Wer auf kranken deutschen Splatter der ganz besonderen Art und ohne jeden Sinn steht, der ist bei Entropie genau an der richtigen Adresse. Allen anderen Betrachtern rate ich von dem Streifen allerdings gänzlich ab.

Filmtrailer:

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