Filmkritik: Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen (2010)

Die Fünf Menschen, Die Dir Im Himmel Begegne

Filmbeschreibung:

Es ist Eddie’s 83. Geburtstag und zugleich sein Todestag. Seine Geschichte beginnt da, wo andere für gewöhnlich aufhören, denn Eddie starb bei einem tragischem Unfall im Vergnügungspark „Ruby Pier“, in dem er sein gesamtes Leben als Mechaniker beschäftigt war. Täglich sorgte er dafür, dass die Karussells und Achterbahnen reibungslos liefen. Doch einer Attraktion traute er nie so richtig, da Eddie’s Bauchgefühl immer recht hat, passiert eines Tages dieser schreckliche Unfall, bei dem Eddie versucht, ein kleines Mädchen vor dem Tod zu bewahren und selbst ins Jenseits übergeht. Nachdem Eddie in den Himmel aufgefahren ist, begegnet er fünf Personen. Einige von Ihnen hat er noch nie in seinem Leben gesehen, jedoch stellt Eddie fest, dass jedes Leben ein anderes beeinflusst und nur eines zu ende geht, damit das Andere weiter laufen kann. Zum Trailer

Filmkritik:

Mit seiner Laufzeit von annähernd drei Stunden gehört der Streifen nicht zu der Sorte von Filmen, die wenig  zu bieten haben, ganz im Gegenteil – Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen – hat eventuell sogar für manche Filmfans zu viel zu bieten. Der gesamte Film erzählt von Eddie’s Leben und beginnt da, wo für gewöhnlich andere Dramen aufhören. Mit seinem Tod nimmt nämlich die Geschichte ihren Lauf und löst immer mehr Rätsel in Eddie’s Leben. Dabei werden die Beziehungen zwischen Eddie und seinen (Mit-)Menschen erklärt, wobei selbst Eddie ins Staunen kommt, da er selbst nicht wusste, wie nah ihm die einzelnen Personen standen. Doch nicht nur über seine Mitmenschen erfahren wir etwas, sondern auch über Eddie’s Vergangenheit, die voller Schmerz und Kummer ist Eddie – Er war im Vietnamkrieg und hat dort in Gefangenschaft gelebt. Seit dem ist er gezwungen am Stock zu gehen und wird nachts von Alpträumen geplagt, die ihn verantwortlich für den Tod von Unschuldigen machen. Die Stimmung im Film ist mehr als dramatisch und trist, denn nicht nur, dass Eddie von seinen Erlebnissen im Krieg gestraft ist, sondern auch in der Familie ist er das schwarze Schaf. Die gesamte Story ist aus Sichtweise von Eddie aufgebaut und vermittelt demnach auch seine Emotionen, die oftmals voller Trauer und Kummer sind, dabei fühlt man als Zuschauer selbst mit. Verkörpert wird Eddie hauptsächlich von Jon Voight, der hier wirklich eine grandiose Schauspielarbeit darlegt und vor allem den körperlichen und spirituellen Wandel sehr schön darstellt. Oftmals wirkt er wie maßgeschneidert auf diese Rolle, dennoch muss ich sagen, dass mir Eddie’s Verkörperung in seinen jungen Jahren, die von Steven Grayhm übernommen wurde, ein wenig sympathischer wirkt, aber leider wenig äußerliche Ähnlichkeit mit dem alten Eddie zeigt. Erwähnenswert wäre an dieser Stelle Eddie’s Frau Marguerite, die von  Dagmara Dominczyk verkörpert wird. Sie stiehlt sogar mit ihrem unschuldigem Äußeren des Öfteren Voight die Show, was jedoch nicht weiter schlimm ist, da dieses bildhübsche Mädchen und dieser Handwerks-Bube ein ideales Paar abgeben. Auf die Beziehung zwischen den Beiden wird sehr oft und sehr intensiv eingegangen, dabei macht sich bemerkbar, dass Marguerite einer der Lichtblicke in Eddie’s Leben war. Wie man merkt baut Die fünf Menschen, Die Dir Im Himmel Begegnen hauptsächlich darauf, dass man sich als Zuschauer auf einen Schnulzen-Film einlassen kann und auch als harter Kerl einmal Mitgefühl zeigen kann. Dies ist wohl einer der wichtigsten Punkte, über die man sich im Klaren sein sollte, bevor man sich diesen Streifen widmet. Ein andere wichtiger Punkt ist, dass man mit viel Dialog auskommen kann, denn obwohl die Kulissen öfters wechseln, überwiegen einfach die Szenen, in den geredet wird, oder auch einfach mal eine Schweigeminute eingelegt wird, in denen einfach nur mit Mimik und Gestik der Hauptpersonen gearbeitet wird. Einen Punkt fand ich sehr schade, denn nach der vierten Person, ist die Luft fast raus und verliert sich dann immer weiter mit dem Auftreten der fünften Person, da es sehr leicht war, vorauszusagen, wer die letzte Person sein wird. Ich hätte mir demnach gewünscht, dass man mehr auf die Beziehung zwischen Mutter und Eddie oder seinem Bruder und Eddie eingegangen wäre. Dennoch muss ich im Großen und Ganzen aber sagen, dass – Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen – wirklich ein gelungenes Drama ist und die Story mit viel Liebe und Herzschmerz verbunden wurde.

Filme-Blog Wertung: 8/10

Die Story aus Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen stammt aus einem Roman – siehe Info – und beinhaltet wirklich genug Material. Dies mag auf der einen Seite wirklich gut sein, doch auf der anderen Seite ist es für manche Zuschauer wirklich zu viel. Da es zwei Fassungen vom Film gibt, mit jeweils 180 Minuten oder 150 Minuten Laufzeit, kann schon mal die eine oder andere Popcorntüte leer gehen und nach dem Film ist man dann dreimal so dick, wie vorher. Aber nun zu den wirklich gelungen Bereichen in Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen, welche sich hauptsächlich durch die grandiosen Darsteller, die gefühlsvolle Atmosphäre und den Dialogen auszeichnen. Alles im Allem verdient sich der Streifen mit Recht seine acht von zehn traurige und angekratzte Sterne.

Info:

Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen ist eine Direct-to-TV Verfilmung und beruht auf dem Roman von Mitch Albom mit dem Titel Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen.

Zitate:

„Das leben muss enden Eddie Liebe nicht.“

„[...]dass jedes Leben das Nächste beeinflusst und das Nächste und das Nächste.“

„Opfer geben ist unsere nobelste Geste, es scheint, man würde etwas verlieren, dabei gibt man es nur an jemand anderen weiter.“

Filmfazit:

Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen ist auf jeden Fall einen Blick wert, denn es gibt nur wenige Filme, mit einer grandiosen Story, viel Dialog, klasse Schauspielern und viel Herz. Jedoch sollte man sich vorher im Klaren darüber sein, dass man sich annähernd drei Stunden mit Dialogen und dramatischen Ereignissen auseinander setzen muss. 

Filmtrailer:

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