Filmkritik: Der Killer (2012)

der Killer

Filmbeschreibung:

3,2 Million in der Tasche haben und einen schönen Fluchtweg, was will man mehr? Eine Lebensversicherung hätte den sechs Räubern wirklich gut getan, denn durch einen Zwischenfall müssen sie in einer Waldhütte bis zum nächsten Morgen warten, doch das Problem ist, dass am nächsten Morgen der Van samt Leiche verschwunden ist. Panik macht sich breit und die verbliebenen fünf Männer machen sich auf den zweistündigen Fußmarsch auf, um ein Auto auf dem Highway zu stehlen. Doch die Männer trennen sich, als ihnen eine Frau entgegen kommt und panisch vor etwas flieht. Schließlich bringt sie noch die Worte aus dem Mund, dass sie alle sterben würden. Zum Trailer

Filmkritik:

Der Killer oder Skeleton Lake sind die Bezeichnungen für diesen Möchtegern Backwoodslasher-Streifen. Manchmal fragt man sich, wer sich diese Titel für den deutschen Markt ausdenkt. In meinen Augen auf jeden Fall totaler Schwachsinn. Aber nun zum eigentlichen Film. Der Killer wirkt anfangs gar nicht so billig, wie man zunächst vermuten mag, doch braucht er eine gefühlte Ewigkeit, bis er endlich zur Sache kommt. Dabei ist die Story ein wenig unterhaltend und wirkt nicht so plump daher erzählt, wie wir es bereits aus anderen Backwoodslashern kennen. Als Backwoodslasher würde ich Der Killer aber ehrlich gesagt nicht einstufen, dafür fehlt einfach zu viel des Klischees; zwar befindet sich eine Bankräubertruppe im Wald und wird ermordet, doch da liegt der Punkt. Sie werden eben nur ermordet, hier fehlt das völlig abgedrehte. Um es auf den Punkt zu bringen: Man hätte die Männer einfach abschlachten sollen, um dem Genre gerecht zu werden. Regisseur Neil Mackay versucht sich einfach zu stark zu distanzieren, um Abwechslung in das Geschehen zu bringen, vergisst dabei aber völlig, was der Film überhaupt sein möchte. Denn für einen Thriller ist es meines Erachtens einfach zu wenig von allem. Die Spannung reicht nicht aus, um aus Der Killer einen bedeutsamen Thriller zu machen. Andernfalls ist die Spannung deutlich ausreichend, um einen unterhaltsamen Backwoodslasher zu machen. Doch das richtige Feeling mag einfach nicht aufkommen. Im Gesamteindruck bietet Der Killer zwar eine überzeugende Machart, aber irgendwie würde ich niemandem dem Film empfehlen, vor allem: Als was? Als guten Thriller bestimmt nicht und als abgedrehten und amüsanten Backwoodslasher ebenfalls nicht. Ich muss zugeben, mir wurde der Film als solider Backwoodslasher empfohlen und was ich erwartet habe, sollte eigentlich an der Machart von Timber Falls oder der Wrong Turn Reihe angelehnt sein, doch ich wurde bitter enttäuscht. Deshalb empfehle ich euch Der Killer als unspektakulären Thriller mit ein wenig Action und einer kleinen Story mit wenig Hintergrundinformationen eines Kriegsveteranen.

Filme-Blog Wertung: 3/10

Schade, Der Killer war für mich ein totaler Filmflop und ich kann niemanden diesen Streifen ans Herz legen. Viel zu erzählen hat Der Killer ebenfalls nicht und man muss leider dumm sterben. Von der unkreativen und kurzen Story eines Vietnamveterans brauche ich nicht anfangen, oder? Vielleicht können wir auf einen besseren zweiten Teil hoffen, der dann mehr Abgedrehtheit besitzt und vor allem: Mehr Blut. Die Reihenfolge, in der die Männer sterben ist genauso vorhersehbar, wie das Ende und eigentlich der gesamte Plot. Ab und zu ist das Katz- und Mausspiel dann amüsant, kann den Streifen aber im Gesamten nicht mehr retten. Drei von zehn Sternchen für einen unspannenden, vorhersehbaren und unspektakulären Film.

Battleground:

Ist der Filmtitel auf dem amerikanischen Markt.

Filmfazit:

Der Killer ist nicht wirklich überzeugend und schon gar nicht auf die Liste von Backwoodslashern zu setzen. Spannung ist dezent vorhanden, diese muss man jedoch wie die Ostereier an Ostern suchen.

Filmtrailer:

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