Filmkritik: Dante 01 (2008)

Dante 01

Filmbeschreibung:

Die Raumstation Dante 01 kreist nur wenige Kilometer über einem feurigen Planeten und liegt somit fernab von jeglicher Zivilisation. Für den Hirnforscher César ist Dante 01 der perfekte Ort, um Versuche durchzuführen, an den Gefangenen, die von den umliegenden Planeten hierher gebracht wurden und nun genauestens auf ihr Verhalten und psychische Auffälligkeiten untersucht werden. Doch mit der Einlieferung von Saint George, einem weiteren Gefangenen, der als einziger Überlebender und körperlich scheinbar völlig unverletzt aus einem Kampf gegen eine andere unbekannte Spezies entgehen konnte, ändern sich die Experimente schlagartig. Die Reaktionen auf den Neuankömmling sind sehr verschieden und schon bald überlegen sich die ersten Mitgefangenen, wie sie ihren Konkurrenten schnellstmöglich aus dem Weg räumen könnten, was sich jedoch schwerer erweist, als anfangs gedacht, denn es scheint fast so, als sei dieser gewisse Saint George unsterblich. Zum Trailer

Filmkritik:

Dante 01, ein Film in den ich jetzt ohne große Schwierigkeiten Dinge hineininterpretieren könnte wie: Den freien Willen des Menschen oder auch das soziale Verhalten einer Gruppe, die auf engstem Raum zusammenlebt und mit wenig Essen und ständiger Konkurrenz irgendwie über die Runden kommen muss. Aber genau das werde ich nicht tun, denn ich kann mir kaum vorstellen, das solch tiefgehende Aspekte wirklich von den Drehbuchautoren gedacht gewesen sind und den Zuschauer von Dante 01 in dieser Form zum Denken anregen sollen. Aber wie auch immer, kommen wir einmal zu den wesentlichen Kritikpunkten von Dante 01. Erwähnen sollte man hier in jedem Fall, dass es in vielen Szenen und ja, sogar in ganzen Abschnitten von Dante 01 ziemlich schwer fällt, einzelne Personen auseinander zu halten, da diese sich mit der fehlenden Haarpracht einfach alle sehr ähnlich sehen. Des Weiteren verknotet sich auch der rote Faden in Dante 01 etwa ab der Hälfte des Films so dermaßen, dass man hier wohl kaum noch mit Sicherheit und in wenigen Sätzen zu sagen vermag, worum es bei Dante 01 nun eigentlich gerade so wirklich geht und worauf der Film seinen Schwerpunkt legt. Fakt ist, der Film läuft weiter, aber das Hirn des Betrachters hat eben schon viel zu lange abgeschaltet und die Folge daraus sollte klar sein. Auf jeden Fall in der Kritik unterbringen muss ich noch das Ende von Dante 01, denn ich habe bisher noch keinen Film gesehen, in dem ein und die selbe Szene mehr als 30 (vielleicht waren es auch 50 oder 60) mal wiederholt wird und das ohne jegliche Erklärung. Die schauspielerische Leistung im Film bedarf denke ich ebenfalls keiner großen Erklärung, denn die Darsteller halten sich alle konstant im durchschnittlichen bis negativen Bereich und können den Betrachter auch nicht weiter an Dante 01 fesseln. Etwas gewundert hat mich letzten Endes noch die Szene mit dem kochenden Wasser gegen Ende von Dante 01, die von der Brutalität her eigentlich sogar nicht zu dem Lower-Level passt, das man zuvor zu sehen bekam und irgendwie ist es auch die einzige wirklich berührende Szene, an die man sich ggf. auch eine Woche später noch einmal erinnert.

Filme-Blog Wertung: 3/10

Ein Film für sehr langweilige Minuten / Stunden. Nicht mehr und nicht weniger ist Dante 01, denn denken will man bei einem solchen Science-Fiction Streifen nicht wirklich, vor allem dann nicht, wenn man mit einem ganzen Batzen unbeantworteter Fragen zurückgelassen wird und sich selbst einen Reim auf jede einzelne Szene machen muss, die man zuvor gesehen und mehr oder weniger nicht verstanden hat. Zu loben ist in diesem Falle aber die düstere Atmosphäre von Dante 01, die es teilweise wirklich gut schafft, die Abgründe in den einzelnen Charakteren glaubhaft zu vermitteln und somit für satte Pluspunkte sorgt. Bei Dante 01 werden die Meinungen sicher einmal mehr sehr weit auseinander gehen und daher ist es das Beste, jeder formt sich sein ganz eigenes Bild von dem Film, sofern er bereit ist, wirklich einen Blick zu riskieren und sich auf dieses Werk einzulassen.   

Filmfazit:

Wer nicht gerade ein eingefleischter Science-Fiction Junkie ist, sollte von Dante 01 auf jeden Fall die Finger lassen. Und selbst wenn man sich auf den Film einlassen kann, sollte man sich darauf einstellen, dass viele tiefgehende Fragen unbeantwortet bleiben.

Filmtrailer:

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