Filmkritik: A Horrible Way to Die – Liebe tut Weh (2011)

A Horrible Way to Die

Filmbeschreibung:

Sarah ist nun schon seit geraumer Zeit von ihrem Ex-Mann Garrick getrennt. Nachdem dieser lange Zeit im Knast gesessen hat, gelang es ihm nun aus dem Gefängnis zu entfliehen und sich auf die Suche nach seiner Ex-Frau zu machen, welche sich mittlerweile aufgrund ihrer starken Alkoholsucht in Therapie begeben hat. So langsam scheint Sarah wieder Halt zu finden und es gelingt ihr immer mehr sich ein neues Leben aufzubauen. Zu ihrem Glück lernt sie einer ihrer Sitzungen auch den charmanten Kevin kennen und nähert sich diesem sehr schnell an. Doch nachdem Garrick eine immer weiter reichende Blutspur durchs ganze Land zieht und seiner Geliebten immer näher kommt, muss Sarah zu allem Unglück auch noch erkennen, dass sie von ihrem alten Leben zunehmend eingeholt wird und sich wieder in den Alkohol zu flüchten beginnt. Doch welche Rolle spielt ihr neuer Lebensgefährte Kevin in der ganzen Geschichte und was liegt ihm wirklich daran, Sarah auf den richtigen Weg zurückzuführen und sie vor Garrick zu beschützen? Zum Trailer

Filmkritik:

Viel Positives liest man in so einigen Kritiken über A Horrible Way to Die und auch der Trailer versprach mit Auszeichnungen wie Best Actor & Co. einen sehr ansehnlichen Horror-Thriller, den man sich ja einmal ansehen kann. Oder doch besser die Finger davon lassen sollte? Für mich ist ganz klar letzteres der Fall, denn A Horrible Way to Die hält nichts, aber auch wirklich gar nichts, von dem was er anfangs verspricht. Die Darsteller, wobei ich mich an dieser Stelle einmal auf die beiden Protagonisten beschränke, konnten nur an den aller wenigsten Stellen überzeugen und es ist wirklich mehr als deutlich zu sehen, wie sehr diese darauf versteift sind, in ihre Rolle hineinzuschlüpfen, die ja wohl einmal so gar nicht zu ihnen passt. Fast schon genervt ist man von der ständig vorhandenen Verunsicherung und Ungewissheit der jungen Sarah, gespielt von Amy Seimetz. Auch die ständige Ruhe und immer wieder die sehr dezenten Untermalungen der sich gerade abspielenden Handlung, sind auf einem eher geringen Niveau gehalten und auch wenn sie vermutlich zum Nachdenken anregen sollen, hat man als Zuschauer von A Horrible Way to Die gar nicht so recht die Lust dazu, sich über die sehr eintönige Handlung Gedanken zu machen und sich einen Reim auf die ganzen Geschehnisse zusammen zu basteln. Auch diverse Filmfehler, wie z.B. der vorhandene Bart von Garrick Turrell alias AJ Bowen(Hatchet 2) in der Gegenwart, nachdem er sich diesen eigentlich längst abrasiert hatte, verwirren den Betrachter noch mehr als die antriebslose Handlung. Und auch am Ende des Films kommen viele Fragen zu A Horrible Way to Die auf, die den Film in ein eher schlechtes Licht rücken, denn was wollte die Handlung uns denn nun vermitteln? Das es möglich ist aus dem Knast zu entkommen und seine Ex-Frau durch seine eigenen „Fans“ wiederzufinden? Das der eigene Wille von anderen missverstanden und völlig fehlinterpretiert wurde, was deren Interaktion deutlich von dem eigenen Vorhaben differenziert? Letzterer Grund scheint mir eigentlich der Plausibelste zu sein, denn viel mehr Ausdruck, sucht man in der leeren Handlung von A Horrible Way to Die vergebens.

Filme-Blog Wertung: 3/10

 

Mit zwei zugedrückten Augen kann sich A Horrible Way to Die gerade noch so seine relativ schwache Wertung von drei Sternen erkämpfen. Weder ein solider Spannungsbogen – wie man ihn bei einem Thriller eigentlich erwartet – noch eine wirklich packende Storyline wird dem Betrachter von A Horrible Way to Die mit diesem Streifen serviert. Auch das Horror-Genre kann A Horrible Way to Die nicht einmal annähernd bodenständig verkörpern und bis auf ein oder zwei etwas blutigere Szenen, wird hier alles daran gesetzt, den Zuschauer auf geistiger Ebene anzugreifen, oder eher gesagt, ihn zu verwirren. Die Kameraführung, auch wenn man bei dieser besonders auf eine authentische Blickweise für das Geschehen geachtet zu haben scheint, ist nun wirklich spätestens nach dem zweiten Anwenden der verschwommenen Nahaufnahme mehr als störend und immer wieder wird man als Zuschauer auf dem gemütlichen Fernsehsessel, von der verwackelten Handkamera, durchs Wohnzimmer geschüttelt und versucht sich vergeblich auf die Dialoge zu konzentrieren, bei denen nur selten einmal die Kamera auf die Person gerichtet ist, die auch gerade etwas zu sagen hat, sondern vielmehr nur auf ihren Hinterkopf oder gar auf eine komplett andere Person oder einen Gegenstand aus dem heimischen Mobiliar. Somit also wirklich schwache drei Sterne für A Horrible Way to Die, einen Horror-Thriller, der es nicht einmal annähernd schafft, eines der beiden Genre vollständig zu bedienen und in Sachen Story und Drehbuch auch nicht gerade glänzen kann. Wenige Meinungen werden sicher weit über diese Meinung hinausschießen und den Film als unglaublich tiefgründig ansehen, was ihm ihrer Meinung nach sogar auf fünf oder sogar sechs Sterne verhilft, doch dieser Meinung kann und will ich mich beim besten Willen nicht anschließen.

Filmfazit:

Fans von eher ruhigen Filmen, bei denen ein sehr großer Wert auf das Nachdenken des Zuschauers gelegt wird und die sich nahezu vollständig auf geistiger Ebene abspielen, könnten sich mit A Horrible Way to Die durchaus angesprochen fühlen. Wer hier jedoch einen spannenden oder gar blutigen Horrorfilm erwartet, der ist mit A Horrible Way to Die absolut auf der falschen Fährte. FSK 18 kann eben auch täuschen!

Filmtrailer:

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