Filmkritik: 8 Mile – Jeder Augenblick ist eine neue Chance (2003)

8 Mile

Filmbeschreibung:

Die 8 Mile Road in Detroit teilt die Stadt in den Teil mit den weißen Bewohnern und in den armen Teil, mit den schwarze Bewohnern ein. In diesem Teil lebt auch der 23-jährige Jimmy “B-Rabbit” Smith Jr – einer der wenigen Weißen – mit seiner Mutter und seiner kleinen Schwester in einem Wohnwagen, im Jahre 1995 zusammen. Er lebt dort in der Kriminalität, der Arbeitslosigkeit, der Armut und den Rassenproblemen. Wie viele seiner – zum größten Teil – schwarzen Freunde, findet er Zuflucht im Hip Hop. Doch von der harten Konkurrenz wird er zu Beginn bei einem Rap Battle verspottet. Auch im Berufsleben läuft es nicht gut, denn Jimmy hat oft Ärger mit seinem Vorgesetzten. Eines Tages lernt er auf der Arbeit die hübsche Alex kennen, mit der er ein Verhältnis hat. Dieser verschweigt er seine Herkunft, denn Jimmy hat das Gefühl, dass es mit seinem Leben langsam wieder bergauf geht. Zum Trailer

Filmkritik:

Eine berührende Geschichte, die sehr große Ähnlichkeiten zu Eminem’s eigener Biographie aufweist. Doch 8 Mile hat bei weitem mehr zu bieten. Der Film handelt von einem jungen Mann, der inmitten der Armut und von Rassenproblemen aufwächst. Seine einzige Perspektive sieht er in der Musik. Der Film dreht sich nicht nur um die Geschichte und um den Hip Hop, sondern zeigt das Schicksal von Jimmy. Auch geht es nicht um den Satz “Wenn man will, kann man alles schaffen”, denn das Besondere an 8 Mile ist, dass Jimmy von Beginn an den Traum hat, in die Rapszene einzusteigen, diesen zum Schluss jedoch nicht ganz erreicht. Es geht somit nicht um das Erreichen eines Ziels, sondern um den Weg dorthin. Außerdem versteht man als Zuschauer den Hintergrund der Rapszene und auch deren Geschichte. Die Aggression, welche die Rapper in ihren Songs zum Ausdruck bringen, kann man nach dem Film auch besser verstehen. Die Handlung ist durch die biographischen Elemente von Eminem sehr originell und berührend. Der Film wirkt dadurch, dass kein Blatt vor den Mund genommen wird und nichts beschönigt wird, sehr realitätsnah. Doch es werden nicht nur die schlimmen Seiten von Rabbit’s Leben gezeigt, sondern auch einige glückliche Momente aus seinem Leben. Der Soundtrack, der von Eminem höchstpersönlich beigesteuert worden ist, passt sich perfekt an die passenden Situationen an und vermittelt die richtige Stimmung. Auf die Auswahl der Darsteller sollte an der Stelle auch hingewiesen werden, da es sich bei den meisten von Rabbit’s Freunden im Film, um Eminem’s Freunde handelt. Durch die Besetzung, die auch hauptsächlich aus Detroit stammt, wirkt der Film authentischer, die Handlungen der Darsteller realistischer. Eminem kann am meisten überzeugen, als Rabbit, der zu Beginn nichts aus seinem Leben macht, denn dieser spielt seine Rolle ohne außergewöhnliche Mimik oder Gestik und ohne zu übertreiben. Dennoch wirkt die Figur von Rabbit etwas zu unschuldig, denn während alle anderen um Rabbit herum den Drogen verfallen sind, ist er einer der wenigen, die nicht dealen.

Filme-Blog Wertung: 8/10

Für 8 Mile braucht man kein Fan von Hip Hop Musik zu sein, denn dieser Film handelt nicht nur von der Musikszene, sondern von dem Schicksal vieler Menschen, die mit Armut und Gewalt zu kämpfen haben. Pluspunkte erntet der Film durch seine realitätsnahe Story. Diese wurde gut umgesetzt, ist interessant und wirkt an keiner Stelle aufgesetzt. Durch die Besetzung, die fast ausschließlich aus dem Hip Hop Milieu stammt, wirkt der Film noch realistischer und man kann sich als Zuschauer schon nach kurzer Zeit in den Film hineinversetzen, da alles passt: Von der Redensart der Darsteller bis zu den Orten, an denen gedreht worden ist. Die Handlung endet nicht mit dem halsbrecherischen Durchbruch von Rabbit, sondern “nur” mit einer Perspektive, einer Chance in seinem Leben. Die Darsteller können auch in ganzer Linie überzeugen, da, wie oben schon gesagt, fast alle aus dem Milieu stammen und sich gut in ihre Rollen hineinversetzen können. Auch der Soundtrack ist sehr gelungen und trägt zur passenden Stimmung bei. Minuspunkte gibt es jedoch dafür, dass Rabbit in dem ganzen Film etwas zu unschuldig wirkt. Außerdem hätte man näher auf die Beziehung zwischen Alex und Rabbit eingehen können, da alles eine wichtige Rolle in Rabbit’s Leben spielte. Dennoch verdient sich 8 Mile 8 Sterne und das vor allem aufgrund seiner Glaubwürdigkeit. 

Filmfazit:

8 Mile spielt in der harten Rap Szene Detroits, doch um den Film zu verstehen, braucht man kein Hip Hop Fan zu sein. Der Film zeigt die Situation vieler Menschen auf der Welt und ist somit für alle Zuschauer interessant. Durch die unglaublich realistische Darstellung, dem guten Soundtrack und den Darstellern, ist der Film auf alle Fälle empfehlenswert.

Filmtrailer:

Facebook Kommentare

Facebook Kommentare

5 Gedanken zu “Filmkritik: 8 Mile – Jeder Augenblick ist eine neue Chance (2003)

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Current ye@r *