F – London Highschool-Massaker (2011)

Robert Anderson war lange Zeit ein fleißiger und enthusiastischer Lehrer an einer Privatschule in London. Doch als Robert die Klausur einer seiner Schüler mit der Note F bewertet und noch eben einen kleinen Witz über dessen Leistung macht, reißt bei dem Schüler der Geduldsfaden. Er geht auf Robert los und schlägt diesem mit der Faust mitten ins Gesicht. Seit diesem Tag ist Robert ein gebrochener Mann und sieht seine Autorität als völlig untergraben, nachdem die Schulleitung ihn für längere Zeit beurlaubt, damit er sich von dem Zwischenfall erholen kann. Der verzweifelte Familienvater flüchtet sich in den Alkohol und alles was ihm noch geblieben ist, scheinen seine Frau und seine Tochter Kate zu sein. Doch auch das Verhältnis zu Kate verschlechtert sich mehr und mehr und als Robert einige Zeit später wieder mit dem Unterrichten beginnt, und er eines Abends einmal wieder länger in der Schule bleibt, gerät er in Panik, als er erkennt, dass scheinbar gewaltbereite Jugendliche einen Anschlag auf die Schule planen. Verzweifelt versucht Robert dies dem Wachpersonal mitzuteilen, doch ohne Erfolg, denn keiner glaubt mehr dem durchgedrehten Lehrer. Robert setzt nun alles daran seine Tochter Kate zu finden, welche sich ebenfalls noch in der Schule befindet. Ein Wettlauf gegen die Zeit, denn Robert hatte Recht; es ist tatsächlich jemand in der Schule. Zum Trailer

Kritik:

Wer bei F – London Highschool-Massaker – einen ganz normalen Horror-Survival erwartet, der wird bereits nach den ersten 10-15 Minuten erkennen, dass dieser Film etwas mehr an Tiefgang besitzt. Sehr detailliert wird in diesen besagten Minuten auf den Charakter von Protagonist Robert Anderson und dessen Verhältnis zu seinen Kollegen eingegangen, was letztlich jedoch eher in den Hintergrund gedrückt wird, nachdem sich die gesamte Handlung nur noch auf die Suche nach der verlorenen Tochter fixiert und den schwachen und verzweifelten Lehrer und Familienvater Robert selbst, dem einfach keiner Glauben schenken mag, nach allem was vor einigen Monaten passiert ist. Dann wären da noch die Täter, von denen man als Zuschauer von F – London Highschool-Massaker – rein gar nichts erfährt. Weder die Identität dieser Gruppe, noch deren Beweggründe für diese Gewalttat werden offengelegt und F – London Highschool-Massaker – findet sein Ende ohne dem Betrachter jegliche Art von Erklärung abzugeben. Viele ungeklärte Fragen bleiben in den Köpfen der Betrachter zurück und besonders dürfte viele wohl interessieren wieso Robert von den maskierten – vermutlich – Jugendlichen Tätern verschont wird und die Chance bekommt, seine Tochter zu retten. Sehr klischeehaft zeichnet sich in F – London Highschool-Massaker – besonders die Rolle der Cops ab, die natürlich Mal wieder viel zu spät anrücken und direkt auch wieder von der Bildfläche verschwinden, nachdem sie auf einfachste Art von den Maskierten ausgeschaltet wurden, von denen man komischerweise nicht einmal einen Ansatz des Gesichts sehen kann, welches doch eigentlich nur durch einen gewöhnlichen Kaputzenpulli verdeckt ist. In Sachen Gewalt hält sich F – London Highschool-Massaker – größtenteils eher bedeckt, doch wenn man als Zuschauer dann einmal eine der blutigeren Szenen zu sehen bekommt, dann wird es richtig haarig, wobei Gorehounds sich dennoch nicht an dem eher schlichten Horror-Thriller erfreuen dürften, der in vielen Szenen die Tötungen der Opfer nur andeutet und deren Verunstaltung zu keiner Zeit ausführlich oder auch nur ansatzweise aufzeigt. Der Schwerpunkt scheint also tatsächlich nur auf dem Anschlag selbst und der gebrochenen Persönlichkeit des Protagonisten zu legen und schafft es auch durchaus, den einen oder anderen Betrachter sehr gut zu unterhalten und zum Nachdenken anzuregen. Dennoch werden bei F – London Highschool-Massaker – die Meinungen sicher sehr weit auseinander gehen und nicht jeder wird sich an diesem etwas blassen Highschool-Rachefilm erfreuen können.

Wertung: 5/10

Nur durchschnittliche fünf Kaputzensternchen kann sich F – London Highschool-Massaker – sichern, denn besonders in Sachen Spannung und Story lässt dieser etwas andere Horror-Thriller doch sehr stark zu wünschen übrig. Immer wieder werden dem Zuschauer von F – London Highschool-Massaker – die gleichen Szenen aufgezeigt, in denen sich die durch einen Kaputzenpulli verschleierten Täter ein neues Opfer suchen und dieses auf , Mal mehr und Mal weniger, brutale Weise entstellen oder töten. Auch der Suche nach Roberts Tochter kann in F – London Highschool-Massaker – nur bedingt überzeugen und erscheint, über den ganzen Film gesehen, dann doch etwas zu leer. Für große Pluspunkte sorgt jedoch die schauspielerische Leistung von David Schofield, alias Robert Anderson, der seinen gebrochenen Charakter unglaublich glaubhaft an den Zuschauer vermittelt und durchaus zu überzeugen weiß, was man aus solchen Survival-Hororrfilmen mal so gar nicht gewohnt ist. Kleinere Abzüge, die letztlich nur eine fünf Sterne Wertung im unteren Bereich sorgen, gibt es dann noch für das Ende von F – London Highschool-Massaker – denn ebenso hilflos wie die Darsteller sich im Film Verhalten, so verliert sich auch das Ende des Films in purer Einfallslosigkeit, und das diese Leere gewollt sein soll, lässt sich nur sehr schwer vorstellen, zumal bei einer Laufzeit von lediglich 75 Minuten sicher noch ein paar Sekündchen Zeit gewesen wären, um auf die Beweggründe der Täter, oder zumindest den weiteren Verbleib von Roberts Frau, oder die Zukunft der Tochter Kate detaillierter einzugehen.

Wahre Begebenheit oder alles leere Worte?

Angeblich soll F – London Highschool-Massaker – auf wahren Begebenheiten beruhen, so wird es zumindest zu Beginn des Films angedeutet, doch sogar Regisseur Johannes Roberts gab in einem Interview zum Film bekannt, dass dem nicht so ist und somit handelt es sich hier um einen mehr als geschmacklosen Publikumsmagneten.

Fazit:

Ein Film der durchschnittlicher kaum sein könnte. F – London Highschool-Massaker – weiß zwar durchaus zu unterhalten und dennoch kann man hier nicht gerade von einem spannenden und abwechslungsreichen Horror-Thriller reden. Immerhin regt besonders der Charakter von Protagonist Robert Anderson zum Nachdenken an; ebenso wie die etwas andere und durchaus mysteriöse Story von F.

Trailer:

Fakten:

  • Originaltitel: F
  • Erscheinungsdatum: 17.09.2010 (UK) & 24.11.2011 (D)
  • Laufzeit: 75 Min.
  • Genre: Horror, Thriller
  • FSK: 18
  • Produktionsland: Großbritannien
  • Produktionskosten: 250.000$
  • Regie: Johannes Roberts
  • Cast: David Schofield, Eliza Bennett, Ruth Gemmell, Juliet Aubrey, Emma Cleasby, Finlay Robertson, Roxanne McKee, Tom Mannion, Max Fowler, Mike Burnside, Jamie Kenna
  • Musik: Neil Stemp
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3 Antworten auf F – London Highschool-Massaker (2011)

  1. Martin sagt:

    Der Film ist nicht so schlecht.. finde es nur schade das man nicht rausfindet wer “diese” Leute sind…

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    • Simon Ulm sagt:

      Danke für deine zahlreichen Feedbacks Martin…

      zu F: ja da hätte ich mir auch wirklich gewünscht die geschwärzten Gesichter würden am Ende des Films noch enthüllt werden, aber nix wars…

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  2. Martin sagt:

    Hallo Simon,

    immer wieder gerne! ;-)

    Bzgl den Gesichter:
    Ist doch fast in letzter Zeit bei jedem guten Film so, dass der Schluss dann meisten den gesamten Film “zerstört” ;-)

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