Die Jury (1996)

Carl Lee Hailey will sich an den Vergewaltigern seiner zehnjährigen Tochter rächen und erschießt die beiden weißen jungen Männer direkt auf dem Weg zum Gerichtssaal. Nun steht ihm ein unfairer Gerichtsprozess bevor. Jack ist ein alter bekannter von ihm und zugleich Anwalt mit einem guten Ruf, doch auch er muss jeden Cent zweimal umdrehen, dennoch setzt er alles aufs Spiel, um Hailey die Todesstrafe zu ersparen. Doch das ist Hailey nicht genug, denn das Geld wird langsam knapp und seine Familie hat kaum noch etwas, zum überleben. Zu dem merkt Jack nicht, dass es hier längst nicht mehr um einen Fall geht, sondern vielmehr um eine Bewegung der Schwarzen zu mehr Gerechtigkeit. Zum Trailer

Kritik:

Matthew McConaughey, Sandra Bullock, Samuel L. Jackson und Kevin Spacey zusammen in einem Drama, welches ein sehr heißes Eisen behandelt. 149 Minuten behandelt Die Jury das Thema über Selbstjustiz und vor allem über die Rassentrennung. Dabei vergeht die Zeit wie im Flug und lediglich einige Stellen fühlen sich sehr lang gezogen an. Ich sag es gleich zu Beginn, wer nicht viel Dialog verträgt, ist hier fehl am Platz, denn die Jury, oder auch A Time to Kill ist ein Film der großen Worte und setzt gekonnte Dialoge ein, um den Zuschauer zum Denken anzuregen. Zu den Schauspielern gibt es ebenfalls noch einige Worte zu sagen, denn gerade McConaughey (Jake Tyler Brigance) kenne ich bisher nur aus seinen neueren Streifen, in denen er wesentlich überzeugender und cooler wirkt, was vermutlich auch an seinem älteren Äußeren liegt. In seinem jugendlichem Gesicht verbirgt sich einfach zu viel Unentschlossenheit und man sieht ihm seine mangelnde Erfahrung an, nichts desto Trotz muss man sagen, dass er sich hier dennoch sehr wacker geschlagen hat, ich aber auch der Meinung bin, dass er mehr könnte. Zu Kevin Spacey (Rufus Buckley) muss ich eigentlich nicht viel sagen, seine Art und Weise gefällt einem, oder nicht. Sein souveränes und starkes Auftreten verstärkt den Gesamteindruck. Er wirkt cool und setzt sich gekonnt in Szene, lässt sogar Sandra Bullock (Ellen Roark) hier im Schatten stehen. Ein weiterer Aspekt ist der Handlungsstrang von Die Jury, den man schon weit vorher erkennen kann, was vor allem der Spannung nicht gut tut. Ob man Das Urteil – Jeder ist käuflich mit Die Jury gleichsetzen kann, sei mal dahin gestellt, aber von meinem Geschmack her, hat mir einfach Das Urteil als Gerichtsfilm besser gefallen. Die Jury ist ein Film, der kein Blatt vor dem Mund nimmt und nicht zuletzt durch seine Starbesetzung zu überzeugen vermag. Da ich von meinem subjektivem Empfinden ausgehe, muss ich sagen, dass die Jury zwar ein sehr guter und bedeutsamer Film ist, aber für mich nicht der Film war, den man in Punkto Unterhaltung so stark hervorheben müsste.

Wertung: 7/10

Die Jury versucht durch ein heikles Thema die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und mit einer Starbesetzung zu überzeugen. Keine Frage, in den Hauptrollen wird eine solide Arbeit abgelegt, doch es ist viel mehr die sehr stark vorhersehbare Handlung, die Die Jury ein paar negative Punkte einhandelt. Mit einer Laufzeit von 149 Minuten bietet Die Jury schon ordentlich Material und kann dieses auch an den Mann bringen, obwohl es zwischenzeitlich einige Hänger gibt. Im Großen und Ganzen kann ich behaupten, dass Die Jury ein gelungener Gerichtsfilm ist, mit einem ordentlichen Unterhaltungswert, demnach vergebe ich sieben von zehn Sternchen.

Ku-Klux-Klan:

Wird im Film als „Der Clan“ dargestellt und ist ein rassistischer Geheimbund, der vor allem unter den Südstaatlern der USA stark vertreten ist.

Zitate:

„Ich dachte sie wären tot?“ – „Ich arbeite daran.“

Fazit:

Die Jury ist ein Film mit mächtig Tiefgang, besonders dadurch, dass er die heißen Themen, wie Selbstjustiz und Rassentrennung anspricht. Ein Film, den man sich ansehen sollte.

Trailer:

Fakten:

  • Originaltitel: A Time to Kill
  • Erscheinungsdatum: 24.07.1996 (USA) & 07.11.1996 (D)
  • Laufzeit: 149 Min.
  • Genre: Drama, Krimi, Thriller
  • FSK: 12
  • Produktionsland: USA
  • Produktionskosten: 40.000.000$
  • Einnahmen: 152.266.007$
  • Regie: Joel Schuhmacher
  • Cast: Matthew McConaughey, Sandra Bullock, Samuel L. Jackson, Kevin Spacey, Oliver Platt, Charles S. Dutton, Brenda Fricker, Donald Sutherland, Kiefer Sutherland, Patrick McGoohan, Ashley Judd, Tonea Stewart, Rae’Ven Larrymore Kelly, Darrin Mitchell, LaConte McGrew, Devin Lloyd, John Diehl, Chris Cooper, Nicky Katt, Doug Hutchison, Kurtwood Smith, Tim Parati, Mark W. Johnson, Beth Grant, Joe Seneca, Anthony Heald, Thomas Merdis, Alexandra Kyle, Terry Loughlin, Andy Stahl, Joe Bullen, Lorraine Middleton, Graham Timbes, Jonathan Hadary, Benjamin Mouton, Byron Jennings, Patrick Sutton, Greg Lauren, Danny Nelson, Mike Pniewski, Elizabeth Omilami, Lukas Cain, Stacy Rae Toyon, Wayne Dehart, Helen E. Floyd, David Brian Williams, Octavia Spencer, Rebecca Koon, James M. Crumley Jr., Jim Ritchie, Perry Ritchie, Mike McLaren, Tim Monich, Leonard L. Thomas
  • Musik: Elliot Goldenthal
VN:F [1.9.22_1171]
Besucher Wertung zum Film:
Rating: 8.0/10 (30 votes cast)
Dieser Beitrag wurde unter 7 Sterne, Drama, FSK 12, Krimi, Thriller abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

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