Der Diktator (2012)

Admiral General Aladeen wurde durch seine Geburt in sein Amt hineingeboren und regiert seit jungen Jahren den Staat Wadiya, der im Osten Afrikas liegt. Diesen regiert er – genauso wie manch andere Staatsoberhäupter Nordafrikas – diktatorisch. Zudem hat der brutale aber auch unbeholfene Diktator ein Faible für Atomwaffen, was die Missgunst westlicher Staaten auf ihn treibt. Als er nach New York reist, um seine Pläne für die Atomwaffen kundzugeben, wird er von seinem Gefolge hintergangen und entführt. Denn diese wollen ihn loswerden. Sie rasieren ihm den Bart ab, damit er nicht mehr als Admiral General Aladeen erkannt wird und stellen einen armen Bauern als Double ein. Aladeen hat keine andere Wahl, als sich ein neues Leben in New York aufzubauen und sich als Alison Burger auszugeben. Ihm fällt es jedoch schwer seine moralische und politische Einstellung zu verbergen. Aladeen trifft schließlich auf Zoe, eine Frau, die einen Bioladen führt und nimmt einen Job bei ihr an, als er herausfindet, dass der Bioladen als Catering Service einer UN-Veranstaltung engagiert worden ist, wo sich sein Double auch aufhalten wird, um den Frieden Wadiyas mit dem Rest der Welt kundzugeben. Doch Aladeen besteht auf die Diktatur in seinem Land und versucht alles, um seinen alten Job als Diktator zurückzugewinnen. Zum Trailer

Kritik:

Sasha Baron Cohen kennt man aus Komödien wie Ali G., Borat und Brüno. In fast all diesen Komödien – und jetzt auch in Der Diktator – hat er für politische Kontroverse gesorgt und eine Menge Gesprächsstoff für die Kritiker gebracht. Denn dieses Mal stützt sich die Handlung auf den “Arabischen Frühling” letzten Jahres und somit kann man vor allem seitens der betroffenen Staaten mit einer Menge Kritik rechnen. Der Diktator beginnt schon lustig und mit einer Menge Klischees: Der Protagonist Aladeen wird vorgestellt und schon schnell wird klar, dass dieser sein Land mit nicht allzu demokratischen Mitteln führt. Da er mit einem großen Bart das Licht der Welt erblickte, wird er dem Bild, das man von einem Terroristen hat, gerecht. Schon in seiner Jugend schoss er sich den Weg bei Wettrennen frei, um an das Ziel zu kommen, das ihm von seinem Gefolge bis vor die Füße getragen wurde. Doch genau wie bei Gaddafi und Co, findet seine Schreckensherrschaft ein Ende, denn er wird von seinen eigenen Leuten entführt und ersetzt. Mit seinem neuen Namen muss er sich an seine neue demokratischen Umgebung gewöhnen und lernt so eine neue Weltansicht kennen. Er muss zum ersten Mal richtig arbeiten und ist nicht wie gewohnt an der Spitze. Zudem ist er zum ersten Mal richtig verliebt. Meiner Meinung nach ist die Handlung nicht die anspruchsvollste und intelligenteste, dennoch ist diese Idee gut – für Cohens Verhältnisse – umgesetzt worden. Denn bei Cohen, der auch als Produzent beteiligt war, Niveau Nebensache. Witze die unter die Gürtellinie abzielen, Rassismus, Antisemitismus und Klischees sind an der Tagesordnung – dennoch ist es ein wirklich lustiger Film. Ich persönlich musste fast die ganze Zeit über lachen- zum Einen aufgrund der Tatsache, dass der brutale Diktator auf eine so unbeholfene und lustige Weise dargestellt wird, zum Anderen, weil der Akzent gut nachgemacht ist. Denn in dieser Hinsicht ist Sasha Baron Cohen wirklich talentiert, was man schon in Borat bemerken konnte (in der englischen Fassung). Dieser spielte, wie schon gesagt, seine etwas widersprüchliche Rolle gut. Aber auch Anna Faris spielte die engagierte und übermotivierte Zoey überzeugend.

Wertung: 6/10

Der Diktator verdient sich sechs Sterne. Minuspunkte verdient sich der Film in erster Linie aus dem Grund, dass er ziemlich viele rassistische Motive bzw. Klischees beinhaltet, die an einigen Stellen wirklich übertrieben sind. Davon abgesehen ist Der Diktator nicht wirklich ein Film, der einem lange im Gedächtnis bleibt, da er den anderen Filmen von Cohen vom Humor her sehr ähnlich ist. Dennoch verdient sich Der Diktator auch Pluspunkte. Die Handlung ist auch nicht langweilig, sondern bietet sogar den einen oder anderen Höhepunkt. Cohen hat seine Rolle überzeugend gespielt und auch Faris konnte überzeugen, was dem Film einige Pluspunkte gibt.

Fazit:

Der Diktator ist keinesfalls für Leute, die mit dem Humor à la Borat nicht klar kommen, geeignet, denn Der Diktator zeichnet sich genau durch diesen Humor aus und ist für Fans von Borat, Ali G. etc. eine absolute Empfehlung.

Trailer:

Fakten:

  • Originaltitel: The Dictator
  • Erscheinungsdatum: 16.05.2012 (USA) & 17.05.2012 (D)
  • Laufzeit: 83 Min.
  • Genre: Komödie
  • FSK: 12
  • Produktionsland: USA
  • Produktionskosten: 65.000.000$
  • Einnahmen: 177.547.352$
  • Regie: Larry Charles
  • Cast: Sacha Baron Cohen, Anna Faris, Sayed Badreya, Michele Berg, Rocky Citron, Liam Campora, Aasif Mandvi, Rizwan Maji, Rick Chambers, Elsayed Mohamed, Adeel Akhtar, Horatio Sanz, Ben Kingsley, Elena Goode, Nazanin Homa, Dawn Jackson
  • Musik: Erran Baron Cohen
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2 Antworten auf Der Diktator (2012)

  1. Carla sagt:

    Der Film ist wirklich nur etwas für Fans. Hab den selbst angesehen und mich gefragt, wie man vor allem gefragt, wie die weiblichen Opfer von Muammar al-Gaddafis Vergewaltigungen den Film wohl sehen mögen. Gaddafi hat sich schließlich auch nie verliebt und dass ein solcher Despot mit der westlichen Welt klar kommen muss ist auch völlig aus der Luft gegriffen. Schließlich war Gaddafi sehr gut mit der westlichen Welt vernetzt und hat sie für sich ausgenutzt. Für mich ist der Film deshalb eher nichts und ich würde ihn auch nicht empfehlen.

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    • Darkagent sagt:

      wenn der film von etwas zeugt dann von sacha baron cohens respektlosigkeit gegenüber alles und jeden (würde mich nicht wundern wenn der mal von einem selbstmordattentäter besuch bekommt)

      allerdings habe ich mich beim schauen (zwischen viel kopfschütteln) selbst dabei ertappt bei gewissen szenen herzhaft lachen zu müssen – wenn auch meist aus schadenfreude

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