Cry Wolf (2005)

Die Ermordung einer jungen Frau sorgt an der Westlake Preparatory Academy für die Verbreitung einiger Gerüchte. So wird in einer Rundmail unter anderem behauptet, dass der Täter ein Schüler aus der Highschool sei und das es sicher nicht der letzte Mord gewesen sei, da es sich um einen Serienkiller handle, der an der Westlake Preparatory Academy sein Unwesen treibt. Doch was von all den verbreiteten Gerüchten ist war? Owen – ein neuer Schüler an der Westlake Preparatory Academy – freundet sich schnell mit der jungen Dodger an, welche Mitglied einer kleinen Vereinigung von Schülern ist, die zusammen den von ihnen selbst als Lügenclub bezeichneten Zusammenschluss bilden. Die Teeniegruppe hat so einige Pläne mit dem neuen Schüler Owen, welcher scheinbar mit Leichtigkeit andere Leute durchschauen kann. Doch was hat all das mit dem Mord zu tun, welcher sich vor wenigen Tagen an der Westlake Preparatory Academy ereignete? Es beginnt ein Katz- und Mausspiel mit ungeahnten Folgen für alle beteiligten. Zum Trailer

Kritik:

Ein wirklich guter Ruf eilt Cry Wolf zwar nicht voraus, da er in Deutschland keinen wirklich großen Erfolg erzielen konnte, jedoch spielte er bei einem deutlich niedrigen Budget im eigenen Land mehr als das zehnfache seiner Produktionskosten ein(siehe Fakten). Bei näherem Betrachten der Story von Cry Wolf fällt zwar auf, dass diese zumindest einige neue Elemente im Horror-Genre beinhaltet, aber auch sehr viel unnützes Material in den 90 Minuten an den Zuschauer weiter gibt. Besonders schade fand ich persönlich, dass bereits zu Beginn des Films in der Kapelle die ganze Spannung aus Cry Wolf heraus genommen wurde, indem bereits sehr früh bis ins Detail erzählt und sogar gezeigt wurde, wie der jeweilige Darsteller sterben wird. Auch zu kritisieren ist sicher die Tatsache, dass sich Cry Wolf – besonders in den letzten Minuten – zu einem ewigen hin und her „Gerenne“ entwickelt, was für den Betrachter eher stressig und sehr undurchdacht wirkt. Des Weiteren fällt auf, dass die Handlung von Cry Wolf sehr verschachtelt aufgebaut ist, und somit auch einen eher komplexen Eindruck macht, welcher Cry Wolf schon eher in das Psycho-Genre einordnet, welches besonders gegen Ende von Cry Wolf immer weiter in den Vordergrund gerät. Immerhin deckt Cry Wolf auch in pädagogischer Sicht einige Aspekte ab, denn der Film ist einmal wieder ein sehr gutes Beispiel dafür, dass sich ein schlechter Teenie-Scherz ganz schnell in absolutes Chaos verwandeln kann, welches letztendlich bis hin zum Tod der Beteiligten reicht. Die FSK Freigabe ist für Cry Wolf gerechtfertigt, auch wenn man bei einem FSK 16 Horror sicher noch die eine oder andere blutige Szene mehr hätte einbauen können, die dann zumindest noch einen größeren Umschwung in den Emotionen des Betrachters hätte erzielen können. Schade ist wirklich, dass Cry Wolf in der gesamten Länge von 90 Minuten nur an den wenigsten Stellen für Spannung sorgen kann.

Wertung: 5/10

Der wohl für die größten Abzüge sorgende Punkt dürfte bei Cry Wolf wohl das Ende sein, denn hier fehlt es einfach an sehr vielen Stellen. Zum Einen bleibt der weitere Verlauf von Owen’s und Dodger’s Leben ungeklärt und der Zuschauer wird in den letzten Minuten von Cry Wolf lediglich mit der Auflösung des Spiels erdrückt. Zum Anderen bleibt auch die Frage offen, welche Rolle die Beziehung zwischen Owen und seinem Vater spielt, welcher seinem Sohn meistens eher ablehnend gegenübersteht, ihn am Ende des Films aber trotzdem aus allem heraus boxt und somit doch noch ein zumindest ansatzweise gutes Verhältnis aufzeigt. Pluspunkte gibt es hier für die, in ein Spiel verpackte Story, die zwar originell erscheint, aber es dennoch irgendwie nicht wirklich schafft, Spannung aufzubauen und vor allem diese auch zu halten. Gute schauspielerische Leistung ist hier eigentlich hauptsächlich vom Protagonisten Julian Morris und von den alten Hasen im Geschäft zu erkennen, wie z.B. auch von Supernatural und Gilmore Girls Darsteller Jared Padalecki, der die Rolle des Tom sehr überzeugend verkörpert. Wohl größtes Manko von Cry Wolf dürfte die fehlende Spannung in nahezu allen Szenen sein und auch nur gegen Ende entwickelt Cry Wolf zumindest einen Hauch des gewissen Etwas’ und kann den Zuschauer durch eine geschickt durchdachte Erklärung, dann letztlich noch ansatzweise in seinen Bann ziehen. Im Großen und Ganzen ein ganz passabler Horror Streifen, der seine Wertung von 5 Sternen aufgrund der vielen Kritikpunkte nur gerade so halten kann.

Info:

Der Titel Cry Wolf, hat – wenn man man ihn ins Deutsche Übersetzt – die gleiche Bedeutung, wie das Sprichwort: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht.

Fazit:

Cry Wolf sticht leider nicht besonders aus der großen Welt der Teenie-Horrorfilme hervor und liegt mit seiner Wertung damit auch eher im bescheidenen Mittelfeld. Leider bietet Cry Wolf nicht viel mehr als einen Standard Prosieben Horror Film mit einigen wenigen guten Schauspielern und einer auch nicht gerade packenden Handlungsabfolge.

Trailer:

Fakten:

  • Originaltitel: Cry Wolf
  • Erscheinungsdatum: 16.09.2005 (USA) & 08.12.2005 (D)
  • Laufzeit: 90 Min.
  • Genre: Drama, Horror, Mystery
  • FSK: 16
  • Produktionsland: USA
  • Produktionskosten: 1.000.000$
  • Einnahmen: 15.585.495$
  • Regie: Jeff Wadlow
  • Cast: Julian Morris, Lindy Booth, Jared Padalecki, Jon Bon Jovi, Sandra McCoy, Kristy Wu, Jesse Janzen, Paul James, Anna Deavere Smith, Ethan Cohn, Gary Cole, Erica Yates, Jane Beard, Sabrina Gilbert, Ashleigh Pixley
  • Musik: Michael Wandmacher
VN:F [1.9.22_1171]
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Rating: 6.4/10 (16 votes cast)
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