Brüno (2009)

Brüno ist ein erfolgreicher 19-jähriger Österreicher Moderator, der eine große Liebe zur Mode, den Stars und vor allem zu Männern hat. Der schwule Moderator der Modesendung “Funkyzeit mit Brüno” wird jedoch nach einer Eskapade während der Mailänder Modemesse kurzerhand aus seiner eigenen Show gefeuert und steht nun vollkommen alleine da. Deshalb entscheidet er, nach Los Angeles zu gehen, um sich dort seinen Lebenstraum zu erfüllen. Brüno stellt sich dies alles einfach vor, doch für ihn erweist sich schnell, dass es schwer wird. Er versucht sich zu Beginn als Schauspieler in einer kleineren Rolle einer Gerichtssendung, wird jedoch auch dort aufgrund seines Verhaltens rausgeschmissen. Auch Interviews mit verschiedenen Stars gehen mächtig in die Hose. Aus dem Grund entscheidet sich Brüno, genau wie alle anderen großen Stars, eine Charity Kampagne zu starten und sich für den Frieden im nahen Osten einzusetzen. Doch auch dies gelingt Brüno nicht. Nach einer ganzen Reihe weiterer Niederlagen, denkt Brüno zu wissen, woran er immer scheitert: seine Homosexualität. Deshalb versucht er diese vor seinen Mitmenschen und Arbeitskollegen zu vertuschen, doch dies gelingt ihm nicht. Für Brüno scheint sein großer Traum bald schon ausgeträumt zu sein. Wird er es schaffen, diesen zu erreichen? Zum Trailer

Kritik:

Nach seinen beiden Erfolgen Borat und Ali G. kommt nun Sasha Baron Cohens neuestes Projekt Brüno auf die Kinoleinwand. Wie schon zuvor bei Borat geht es auch dieses Mal um einen europäischen, etwas eigenartigen Protagonisten, der ein großes Ziel verfolgt. Was bei Borat Pamela Anderson war, ist nun bei Brüno die Karriere als Filmstar. Denn er möchte der “nächste Österreichische Superstar nach Hitler” werden. Doch einerseits wird Brüno nicht gerade vom Glück verfolgt und andererseits, stellt er sich in den meisten Situationen nicht so geschickt an. Während seiner kleinen Odyssee, muss Brüno immer wieder mit den Rückschlägen zurechtkommen und bleibt jedoch stets optimistisch. Die Handlung von Brüno ist nicht allzu kompliziert, sondern eher einfach gestrickt: Ein 19-Jähriger, der Filmstar werden möchte und sich deshalb auf eine große Reise begibt und die großen Stars wie Madonna oder Angelina Jolie nachahmt, um so auch eine Chance auf eine Karriere zu bekommen. Somit hat der Film handlungstechnisch nicht viel zu bieten. Aus dem Grund war es sogar vorteilhaft, dass die Spieldauer von Brüno so kurz ist, denn so war das Risiko ziemlich gering, dass der Film wirklich langweilig werden konnte. Ganz im Gegenteil, man kann sich Brüno ansehen und es wird kein einziges Mal langweilig. Das liegt zum Einen an dem Protagonisten selbst und zum Anderen an den vielen lustigen Szenen im Film. Zugegebenermaßen ist dies bei weitem niveauloser als bei Borat, dennoch kann man sich bei vielen Witzen nicht das Lachen verkneifen. Dennoch gab es einige Szenen, wo das ganze etwas zu viel war und der Film eher einem billigen Pornofilm gleichte. Außerdem hat man sich hier an ziemlich vielen Klischees und Vorurteilen, die man über die Deutschen so hat, bedient, was mich eher gestört hat. Interessant fand ich jedoch, dass vor allen Dingen eine Kritik an den Filmstars, die Brüno so sehr bewundert, zu finden war. Denn der einzige Grund, wieso Brüno sich auch ein afrikanisches Kind zugelegt hat und eine Charity Kampagne starten wollte, war die Aufmerksamkeit. Brüno selbst ist ein ziemlich verrückter Typ, der trotz seiner Eigenarten sympathisch bleibt. Dennoch ist es durchaus so, dass es manchmal zu viel des Guten wird und man somit keinen Bezug zu ihm aufbauen kann. Sasha Baron Cohen hat in seiner Rolle wirklich geglänzt, was besonders auffällt, wenn man sich den Film auf Englisch anschaut, wo Cohen selbst deutsch spricht und den deutschen Akzent wirklich gut nachmacht.

Wertung: 5/10

Brüno verdient sich fünf Sterne. Pluspunkte verdient sich der Film vor allem durch die Glanzleistung des Comedians Sasha Baron Cohen, der in seiner Rolle überzeugt hat. Des Weiteren ist der Film zum Teil sehr lustig, sodass auch keine Langeweile aufkommen kann. Dennoch gibt es auch einige Punkte, aufgrund derer der Film einige Minuspunkte erntet. Einige Witze sind meiner Meinung nach schon niveaulos und auch die Szene im Swingerclub war meiner Meinung nach übertrieben. Darüber kann man sich natürlich streiten.

Fazit:

Brüno ist für alle Borat Fans ein Muss, wobei ich sogar finde, dass Brüno sogar besser als Borat ist. Jedoch ist der Film nichts für Leute, die nicht mit dem Humor in Brüno klarkommen.

Trailer:

Fakten:

  • Originaltitel: Brüno
  • Erscheinungsdatum: 10.07.2009 (USA) & 09.07.2009 (D)
  • Laufzeit: 81 Min.
  • Genre: Komödie
  • FSK: 16
  • Produktionsland: USA
  • Produktionskosten: 42.000.000$
  • Einnahmen: 138.805.831$
  • Regie: Larry Charles
  • Cast: Sasha Baron Cohen, Gustaf Hammarsten, Clifford Banagale, Chibundu Orukwowu, Chigozie Orukwowu, Josh Meyers, Toby Hoguin, Robert Huerta, Gilbert Rosales, Thomas Rosales Jr., Marco Xavier, Bono, Chris Martin, Elton John, Slash
  • Musik: Erran Baron Cohen
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2 Antworten auf Brüno (2009)

  1. Patrick sagt:

    Ein Film, den die Menschheit nicht braucht – völlig überbewertet und von mir hätte er 1, wenn nicht sogar 0 Sterne bekommen. Das ganze wirkt wie viele kleine Amateurfilme aneinander gereiht und das ganze mit obszönen Humor, um ja abgedreht zu wirken…

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    • Simon Ulm sagt:

      Dito. Brüno ist wirklich der sinnloseste Müll der mir je untergekommen ist und nicht mal für nebenbei eine akzeptable Unterhaltung. Was der Film soll? Keine Ahnung! Ist es ein Film? Keine Ahnung! Ist der Film lustig? Ganz bestimmt nicht!

      Von mir auch 0 Sterne! Und Borat wäre bei mir ebenfalls nicht viel besser weggekommen…

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